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MATERIAL ENGINEERING COMPETENCE

Mit hoher Kompetenz im Bereich Werkstoffe und speziell Metallen, bedient unser
interdisziplinäres Technikteam aus Chemikern, Physikern und Ingenieuren
ein bemerkenswertes Equipment-Repertoire.

 

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TRAININGCENTER

Zertifizierte Umschulung, Qualifizierung & Weiterbildung in der Werkstofftechnik (ZfP, ZP, Wärmebehandlung)

 

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EXPERTCENTER

Akkreditiertes Inspektionsstelle für Schadensanalysen und Schadensgutachten, Konformitätsbewertungen von Produkten und Prozessen

 

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MATERIALTESTCENTER

Akkreditiertes, mechanisch-technologisches, metallografisches Werkstoffprüflabor, Werkstatt, Abnahmelehren für Rad und Schiene, Justierkörper für ZfP

 

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RAILWAYCENTER

ZfP Kompetenzstelle nach DIN 27201-7, Prüfdienstleistungen, Prüfaufsichten, Ingenieur- und Inspektionsdienste für Rad und Schiene 

 

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Glossar

Hier finden Sie Erläuterungen zu speziellen Begriffen aus dem Bereich Werkstofftechnik, Werkstoffprüfung, zerstörungsfreie Prüfung sowie Qualifizierung und  Aus- und Weiterbildung:  

AZAV

Die AZAV = „Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung“ regelte die Anerkennung und Zertifizierung von Bildungsträgern und Bildungsmaßnahmen durch unabhängige Organisationen (Fachkundigen Stellen). 

Die Verordnung soll gewährleisten, dass Bildungsgutscheine der Bundesagentur für Arbeit nur bei solchen Bildungsträger eingelöst werden, die die Gewähr bieten, dass Teilnehmer von Maßnahmen effektiv für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert werden. Dazu wird u. a. überprüft:

  • Technische Ausstattung des Bildungsträgers
  • Kompetenz des Lehrpersonals
  • Bildungsgerechte Unternehmensorganisation und –führung
  • Wirkungsvolles Qualitätsmanagementsystem
  • Arbeitsmarktgerechte Bildungsmaßnahmen
  • Angemessene Kosten für die Bildungsmaßnahmen
  • Methoden der Erfassung und Bewertung des Integrationserfolges

AZAV  = „Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung“ ist seit 04/2012 in Kraft. Mit der AZAV hat die AZWV sozusagen Eingang in das Sozialgesetzbuch III gefunden. Viele Regelungen bleiben für Bildungsträger aber weitestgehend unverändert. 

DIN EN ISO 9712:

Die Norm DIN EN ISO 9712 ersetzt seit Januar 2013 die Norm DIN EN 473. Die Norm regelt die Qualifizierungen, Qualifizierungsprüfungen und Zertifizierungen für verschiedene Verfahren der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) in drei Stufen:

Stufe 1:
Prüfer mit eingeschränkter Kompetenz

Stufe 2:
Prüfer mit umfassender Kompetenz für die Erledigung einer Prüfaufgabe und Prüfaufsicht mit eingeschränkter Kompetenz für Prüfprozesse und Personal

Stufe 3:
Prüfaufsicht mit umfassender Kompetenz für Prüfprozesse und Personal

Die Norm gewährleistet, dass Qualifizierungen in der zerstörungsfreien Prüfung praktisch weltweit nach einheitlichen Standards erfolgen – das betrifft u. a.:

  • Anforderungen an das Prüfpersonal
  • Zugangsvoraussetzungen und Qualifizierungszeiten
  • Qualifizierungsinhalte (Theorie und Praxis)
  • Inhalt, Art und Dauer der Qualifizierungsprüfungen
  • Erwerb von Erfahrungszeiten vor der Zertifizierung
  • Erneuerung der Zertifizierung nach bestimmten Fristen

Die Qualifizierung erfolgt dabei durch unabhängige Ausbildungsstätten, die typischerweise durch eine akkreditierte Personal-Zertifizierungsstelle überwacht werden.

Zertifizierung bedeutet dabei die Bestätigung durch eine unabhängige Personal-Zertifizierungsstelle (akkreditiert nach EN 17024), dass ein ZfP-Prüfer über ausreichende Qualifizierung, körperliche Eignung (Sehtest) und Erfahrung verfügt, so dass man angemessenes Vertrauen in seine Kompetenz haben kann.

Das hohe Maß an Unabhängigkeit bei der Qualifizierung, die einheitlichen und überwachten Qualifizierungsstandards sowie das System der Qualifizierungsprüfung gewährleisten ein hohes Niveau der ZfP-Ausbildung und eine praktisch weltweite Anerkennung der Qualifizierungszeugnisse bzw. Zertifikate nach DIN EN ISO 9712.

 

Prüfwerker nach DIN 54161

Die Norm regelt die Schulung und Prüfung von Personal für die zerstörungsfreie Prüfung unterhalb der Stufe 1 nach ISO 9712. Die Norm regelt Zugangsvoraussetzungen, Inhalt, Umfang und Ablauf der Qualifizierung und Qualifizierungsprüfung zum Prüfwerker. Die Qualifizierung zum Prüfwerker ist zeitlich deutlich kürzer als die nach ISO 9712 und umfasst u. a.:

  • Verfahrens- und gerätetechnische Grundlagen
  • Handhabung von Prüfgeräten und Zubehör
  • Prüfung nach Prüfanweisung mit voreingestellten Geräten
  • Erkennung und Protokollierung von Anzeigen

Die Qualifizierung zum Prüfwerker setzt sich ebenfalls zusammen aus theoretischen Unterricht und praktischen Übungen. Die Mindestausbildungszeit nach DIN 54161 beträgt:

  • 24 Stunden für die Verfahren UT, RT, ET
  • 12 Stunden für die Verfahren VT, PT, MT

Diese sehr kurzen Ausbildungszeiten können allerdings nur einen sehr kleinen Teil der Prüftechniken berücksichtigen, die nach DIN EN ISO 9712 in den jeweiligen Prüfverfahren gelehrt werden. Nach erfolgreicher theoretischer und praktischer  Qualifizierungsprüfung erhält der Prüfwerker ein Qualifizierungszeugnis nach DIN 54161.

Das Qualifizierungssystem unterliegt nicht der  Überwachung durch eine Zertifizierungsstelle. Prüfwerker unterliegen nicht der Zertifizierung durch eine Personal-Zertifizierungsstelle. Prüfwerker können kein Prüfpersonal ersetzen, für das eine Qualifizierung bzw. Zertifizierung nach  ISO 9712 gefordert wird.

Eine Ausbildung nach DIN 54161 hat aber auch Vorteile gegenüber der ISO 9712. Sie bietet einen verbindlichen Rahmen für die Qualifizierung (inkl. Qualifizierungsprüfung) von Prüfpersonal – vor allem da, wo keine Qualifizierung nach ISO 9712 gefordert ist - unabhängig von der Art und der Schwierigkeit einer Prüfaufgabe. Das ist ein sehr nützlicher Aspekt im Sinne des Qualitätsmanagements eines Unternehmens.

Und die Norm DIN 54161 gestattet es, weit flexibler auf unternehmensspezifische Qualifizierungsinhalte einzugehen, als dies bei der deutlich stärker formalisierten Ausbildung nach ISO 9712 möglich ist.

Berufsanschlussfähige Teilqualifikation

Teilqualifikationen sind mehrmonatige Qualifikationseinheiten aus einem anerkannten Ausbildungsberuf, wobei die Summe aller Teilqualifikationen den jeweiligen Beruf vollständig abbildet. Teilqualifikationen für einen Ausbildungsberuf werden so „konstruiert“, dass jede Teilqualifikation für sich eine berufliche Handlungsfähigkeit ermöglicht (Integration in den ersten Arbeitsmarkt).

Teilqualifikationen sollen dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel entgegenwirken und zur Reduzierung der Zahl geringqualifizierter Personen auf dem Arbeitsmarkt beitragen sowie zur Integration von Berufsrückkehrern und Weidereinsteigern in den ersten Arbeitsmarkt.

Teilqualifikationen „modularisieren“ die Berufsausbildung und ermöglichen flexible Ein-und Ausstiege bei der Berufsausbildung. Die Idee ist, einerseits eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen und andererseits aus Motivationsgründen eine schrittweise Berufsausbildung zu ermöglichen. Werden alle Teilqualifizierungen eines Ausbildungsberufes durchlaufen, so ist die Zulassung zur IHK-Facharbeiterprüfung möglich.

Zertifizierte Teilqualifikationen können durch die Bundesagentur für Arbeit gefördert werden - zum Beispiel im Rahmen der „Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS)“. Zu den von der Bundesagentur für Arbeit anerkannten Teilqualifikationen gehören:

  • Ausbildungsbausteine des Bundesinstitutes für Berufsbildung aus dem Bundesprogramm „JobstarterConnect“
  • Teilqualifikationen des BA-Forschungsprojektes „Optimierung der Qualifizierungsangebote für gering qualifizierte Arbeitslose
  • Zertifizierte Qualifizierungsbausteine, die die Konstruktionsprinzipien der Bundesagentur für Arbeit erfüllen

Die zertifizierten Teilqualifikationen des Werkstoff Service aus dem Berufsbild Werkstoffprüfer erfüllen die Anforderungen (Konstruktionsprinzipien) der Bundesagentur für Arbeit an berufsanschlussfähige Teilqualifizierungen. Sie kommen daher für eine Zulassung zur IHK-Prüfung in Betracht. Über die Möglichkeit einer Anerkennung entscheidet jedoch die jeweils zuständige IHK.

Umschulung

Umschulung ist nach § 1, Abs. 5 Berufsbildungsgesetzt eine Berufsbildung, die zu einer anderen beruflichen Tätigkeit befähigen soll. Die Industrie- und Handelskammern stellen die Eignung von Ausbildungsstätten zur Durchführung von Umschulungen fest, überwachen diese Ausbildungsstätten und sind für die Durchführung der Facharbeiterprüfungen verantwortlich. 

Der W.S. Werkstoff Service GmbH wurde die Eignung für die Durchführung einer Umschulung für das Berufsbild des Werkstoffprüfers durch die IHK zu Essen bestätigt. In Übereinstimmung mit den Richtlinien für Gruppenumschulungen der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen dauert die Umschulung zum Facharbeiter Werkstoffprüfung bei der W.S. Werkstoff Service GmbH 24 Monate.

Unsere Umschulungsmaßnahme ist darüber hinaus AZAV-zertifiziert und kann gefördert werden – z. B. mit einem Bildungsgutschein. 

Werkstofftechnik

Es gibt keine strenge Definition für den Begriff Werkstofftechnik. Aber einfach formuliert umfasst Werkstofftechnik alle Verfahren der Entwicklung, Verarbeitung, Prüfung und des Einsatzes von Werkstoffen. Das schließt die Material- bzw. Werkstoffprüfung sowie die Wärmebehandlung ein.

Werkstoffprüfung, Materialprüfung

Werkstoff- bzw. Materialprüfung sind Teilbereiche der Werkstofftechnik. Unter Werkstoffprüfung versteht man dabei oft die Verfahren der zerstörenden Prüfung - z.B. Zugversuch oder Kerbschlagbiegeversuch. Unter dem Begriff Materialprüfung werden häufig die Verfahren der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) zusammengefasst – zum Beispiel: Farbeindringprüfung oder Ultraschallprüfung.

Wärmebehandlung

Wärmebehandlung ist ein Teilbereich der Werkstofftechnik. Bei der Wärmebehandlung werden Metalle bestimmten Temperatur-Zeit-Regimen ausgesetzt. Dabei spielen sich im Metall komplizierte metallphysikalische Prozesse ab, die dazu führen, dass die Eigenschaften der Metalle (und damit die Eigenschaften der Bauteile, die aus den Metallen gefertigt wurden) sehr gezielt verändert werden können. Die Bauteile erhalten so z. B. die Festigkeit und Zähigkeit, die für den späteren Einsatzzweck notwendig sind.

Wir beraten Sie gern individuell zu Fragen der Weiterbildung und Qualifizierung sowie zu Fördermöglichkeiten. Bitte sprechen Sie uns an.

Kontakt

W.S. Werkstoff Service GmbH 
Katernberger Straße 107
45327 Essen 

T. +49 201 316844-0
F. +49 201 316844-29
info@werkstoff-service.de

W.S. Werkstoff Service GmbH