Vom Teilnehmer zum Unternehmer: Cengiz Kök Karriere in der ZfP

30. August 2018

52_Teilnehmer zu Unternehmer

Im Rückblick klingt sein beruflicher Weg fast wie eine Erfolgsgeschichte aus dem Lehrbuch. Tatsächlich verlief der Werdegang von Cengiz Kök seit seinem Abschluss zur Fachkraft für Materialprüfung Mitte 2013 bemerkenswert zielstrebig. Schon im Beratungsgespräch zur Weiterbildung stellte Kök eine Frage, die vielen in Erinnerung geblieben ist. Nachdem er über Voraussetzungen, Inhalte und Perspektiven informiert worden war, fragte er ganz selbstverständlich: „Klingt ja alles ganz nett – aber kann ich mich damit später auch selbstständig machen?“

Sowohl er selbst als auch Eric Poschmann vom W.S. TrainingCenter erinnern sich noch gut an diesen Moment. Nach einer kurzen Pause folgte die klare Antwort: „Ja.“

Kök reagierte prompt: „Na, dann hänge ich mich da auch rein.“

Dieses Versprechen hielt er während der folgenden sechs Monate Weiterbildung konsequent ein.

Intensive Lernzeit beim W.S. Werkstoff Service

An seine Zeit in unseren Ausbildungsräumen erinnert Kök sich bis heute gern zurück. „Wir haben damals als Lerngruppe sehr gut zusammengearbeitet und uns gegenseitig geholfen. Die Stimmung war einfach gut“, erinnert er sich.

Natürlich gehörten auch weniger entspannte Momente dazu: intensives Lernen, Prüfungsstress und ein wenig Prüfungsangst. Eine besondere Episode aus dieser Zeit ist bis heute in Erinnerung geblieben: Seine praktische UT2-Prüfung legte Kök nach einem Unfall mit bandagierten Händen ab – und bestand sie dennoch mit Bravour.

Unterstützung durch die Dozenten

Der gelernte Fahrzeug- und Karosseriebauer führt seinen Erfolg nicht nur auf sein technisches Verständnis zurück, sondern auch auf die Unterstützung durch die Dozenten: „Genau wie wir haben auch die Dozenten vom Werkstoff Service oft eine Stunde länger gemacht, damit alle Fragen geklärt werden konnten. Sie haben sich immer wieder mit einzelnen Teilnehmern zusammengesetzt und Arbeitsschritte geübt.“

Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz: Im Pausenraum wurde gelegentlich Kickert gespielt – aber vor allem wurde gelernt und gearbeitet.

Die Idee zur Firmengründung

Cengiz Kök macht Karriere in der ZfP.

Direkt nach seinem Abschluss begann Kök im Siegerland, erste Prüfaufträge als qualifizierter – und später zertifizierter – ZfP-Prüfer durchzuführen (zerstörungsfreie Prüfung nach DIN EN ISO 9712). Bei einer dieser Prüfungen lernte er auch seinen späteren Geschäftspartner Sascha Knott kennen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb: Sie teilten nicht nur die Begeisterung für zerstörungsfreie Prüfverfahren, sondern auch die Bereitschaft zu harter Arbeit und den Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit.

Genauso ungewöhnlich wie die Frage im Beratungsgespräch, war auch die Initialzündung zur Firmengründung. Die entscheidende Idee entstand bei einer gemeinsamen Prüfung an Rohrleitungen. Während beide Rücken an Rücken arbeiteten und Ultraschallprüfungen durchführten, fragte Kök plötzlich: „Klingt ja alles ganz nett – aber machen wir das jetzt auch?“

Nach einer kurzen Schrecksekunde folgte Knotts klares „Ja“.

Noch am selben Abend planten die beiden am Küchentisch von Sascha Knott die ersten Schritte zur Gründung der CKS-NDT (seit 2019 die CKS-NDT Materialtesting GmbH).

Schnelles Wachstum durch Engagement

Die beiden Gründer profitierten dabei von ihrer Arbeitseinstellung. Sie hatten sich bereits den Ruf erarbeitet, zuverlässig, schnell und engagiert zu arbeiten – und im Zweifel auch einmal länger zu bleiben, wenn andere schon Feierabend machten. Diese Haltung brachte die ersten Aufträge. Bereits vier Monate nach der Unternehmensgründung mussten die ersten Mitarbeiter eingestellt werden, weil die wachsende Zahl an Prüfaufträgen von zwei Personen allein nicht mehr zu bewältigen war.

Ein wachsendes Portfolio

Neben seinem Lieblingsverfahren Ultraschallprüfung inklusive Phased Array gehört inzwischen auch digitales Röntgen zum Leistungsportfolio des Unternehmens. „Eigentlich eine Sache die ich während meiner Zeit beim Werkstoff Service nicht so gern mochte“, sagt Kök mit einem Augenzwinkern. „Aber man lernt ja nie aus – und inzwischen können wir das auch ganz gut.“

Nur wenige Jahre nach seiner Weiterbildung ist das Unternehmen auf elf Mitarbeiter angewachsen. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an qualifizierten Fachkräften groß.

Die Geschichte von Cengiz Kök zeigt eindrucksvoll, welche Perspektiven sich aus einer fundierten Weiterbildung in der Werkstoff- und Materialprüfung entwickeln können – manchmal sogar bis hin zum eigenen Unternehmen.

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