Was lernt man in ME2 und ME3? FAQ zu unseren Metallographie-Kursen

11. August 2015

26_Unterschied Kurse ME 2 und 3

Immer wieder erhalten wir von Kunden und Interessenten sehr spezifische fachliche Fragen zu unseren Kursen. Gerade mit Blick auf den eigenen Arbeitsbereich ist das sinnvoll: Teilnehmer möchten sicherstellen, dass die vermittelten Inhalte zu ihren praktischen Anforderungen passen und sie fachlich wirklich weiterbringen.

Im Folgenden geben wir Antworten auf häufige Fragen zu den Metallographie-Kursen ME2 (Metallographie – qualitative Gefügeanalyse) und ME3 (Metallographie – quantitative Gefügeanalyse):

Welche Werkstoffe werden in den Seminaren behandelt?

Im praktischen Teil liegt der Schwerpunkt auf Stählen und Gusseisen. In der Theorie werden darüber hinaus auch weitere Werkstoffe kurz behandelt, beispielsweise Aluminium-, Kupfer-, Titan- und Bleilegierungen.

Wie wird die Entstehung und Bewertung von Gefügen vermittelt?

Zunächst wird allgemein die Gefügeentstehung während der Erstarrung behandelt. Für die vertiefte Betrachtung dient anschließend vor allem das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm (EKD) als Grundlage.

Werden auch Titan- und Kupferlegierungen behandelt?

Ja – im theoretischen Teil werden Eigenschaften und typische Gefügebilder dieser Werkstoffe vorgestellt und diskutiert.

Welche Schweißverfahren werden im Seminar untersucht?

Der Kurs konzentriert sich nicht auf ein spezielles Schweißverfahren. Stattdessen wird allgemein betrachtet, wie Gefüge im Bereich der Schweißnaht und der Wärmeeinflusszone entstehen, insbesondere bei Stählen.

Für eine detaillierte Untersuchung von Schweißverbindungen bieten wir einen separaten Kurs an: SNB – Zerstörende und zerstörungsfreie Schweißnahtbewertung.

Wie wird der Reinheitsgrad bewertet?

Die Bewertung erfolgt nach der älteren Norm. Die Berechnung wird dabei klassisch „zu Fuß“ durchgeführt, sodass Teilnehmer die Methode und ihre Hintergründe vollständig nachvollziehen können.

Welche Verfahren zur Korngrößenbestimmung werden vermittelt?

Die Bestimmung erfolgt auf Basis einer Rasterzählmethode gemäß ASTM E562-08.

Was versteht man unter der Bestimmung von Phasenanteilen?

Hierbei wird der Anteil bestimmter Gefügebestandteile im Material quantitativ bestimmt. Dazu gehört beispielsweise auch die Bestimmung von Delta-Ferrit im Gefüge. Dieses Thema wird im ME2-Kurs praktisch behandelt.

Welche Beschichtungen werden bei der Bestimmung von Schichtdicken untersucht?

Im Kurs werden insbesondere randschichtgehärtete bzw. einsatzgehärtete Schichten sowie Zinkschichten betrachtet.

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