Möglichkeiten und Grenzen der Wärmebehandlung kennen, Wärmebehandlungsfehler vermeiden, Wärmebehandlungsprozesse optimal gestalten.
Wärmebehandlungsverfahren sind außerordentlich leistungsfähig bei der gezielten Eigenschaftsänderung von Stählen. Ihre korrekte Anwendung und Bewertung bedarf jedoch entsprechender Fachkompetenz. Werkstofftechnisches Wissen ist die Grundlage für die Auswahl geeigneter Verfahren der Wärmebehandlung, die Optimierung wärmebehandelter Bauteile und die Qualitätssicherung in der Wärmebehandlung.
Im Seminar werden für Anwender die fachlichen Grundlagen vermittelt, um Wärmebehandlungsverfahren optimal einzusetzen und deren Ergebnisse zu bewerten.
Inhalte Seminar WBS
Tag 1 (08:30 – 17:45)
- Werkstofftechnische Grundlagen der Wärmebehandlung
- Bedeutung und Anwendung von Phasendiagrammen in der Wärmebehandlung
- Bedeutung und Anwendung von ZTU- und ZTA-Diagrammen in der Wärmebehandlung
- Glühverfahren – Wasserstoffarmglühen, Rekristallisationsglühen, Normalisieren, …
- Härten, Vergüten, Bainitisieren
- Randschichthärteverfahren – Flammhärten, Induktionshärten, Elektronenstrahlhärten
Tag 2 (08:30 – 16:30)
- Thermochemische Verfahren – Einsatzhärten, Nitrieren
- Einfluss der Legierungselemente auf die Wärmebehandlung von Stahl
- Eigenspannungen und Verzug – Entstehung, Wirkung, Nachweis
- Wärmebehandlungsfehler – Entstehung, Nachweis und Vermeidung
- Ausscheidungshärten von Aluminium – im Vergleich mit dem Vergüten von Stahl
Was wird im Seminar WBS vermittelt?
- Wissen über die werkstofftechnischen Grundlagen der Wärmebehandlung
- Überblick über die wesentlichen Wärmebehandlungsverfahren
- Werkstofftechnische Kompetenzen zur Fehlervermeidung bei der Wärmebehandlung
- Regeln zur qualitätssichernden Bewertung von Wärmebehandlungsprozessen
- Kenntnisse über die Bewertung der Eigenschaften wärmebehandelter Bauteile
Wer sollte am Seminar WBS teilnehmen?
- Verantwortliche aus Lohn- und Betriebshärtereien
- Fachleute der Wärmebehandlung
- Mitarbeiter aus Werkstoffprüflaboren und der Qualitätssicherung
- Konstrukteure sowie Entwicklungs- und Berechnungsingenieure
- Verantwortliche aus dem technischen Einkauf und dem technischen Vertrieb
Dozenten W.S. Spezial
Dr.-Ing. Lorenz Gerke und Andreas Leitner (MSc), sind als Sachverständige für unsere akkreditierte Inspektionsstelle (ISO/IEC 17020) und unser akkreditiertes Prüflabor (ISO/IEC 17025) tätig. Beide verfügen über mehr als zehn Jahre praktische Erfahrung in der Begutachtung und systematischen Untersuchung von Schadensfällen gemäß VDI-Richtlinie 3822.
In ihrer täglichen Arbeit untersuchen sie eine große Bandbreite metallischer Bauteile, darunter Schrauben, Kugellager, Schweißkonstruktionen, Eisenbahnräder und Wärmetauscher. Dabei führen sie schadensanalytische Untersuchungen unter anderem am Stereo-, Licht- und Rasterelektronenmikroskop selbst durch und bewerten die dabei gewonnenen Befunde.
Auch vor Ort Begehungen beim Kunden gehören zu ihrem Aufgabenbereich: Bei Begehungen erfassen sie Schadensbilder direkt am Bauteil, bewerten die Situation und wählen gezielt Proben für die weitere Untersuchung im Labor aus. Diese unmittelbare Verbindung praktischer Werkstoffprüfung und technischer Schadensanalyse prägt ihre Arbeit – und fließt direkt in die Seminare von W.S. Spezial ein.
