Glossar

Die Werkstoffprüfung und Werkstofftechnik sind komplexe Themenfelder. Unser Glossar bietet präzise Erläuterungen zu zentralen Begriffen aus Metallographie, zerstörender und zerstörungsfreier Prüfung (ZfP), Schadensanalyse und Qualitätsmanagement.

 

A

Akkreditierungsstelle

Eine Akkreditierungsstelle ist eine unabhängige, staatlich anerkannte Organisation, die die fachliche Kompetenz von Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstellen bewertet und bestätigt. Sie stellt sicher, dass diese Stellen nach internationalen Normen wie ISO/IEC 17024 oder ISO/IEC 17020 arbeiten und zuverlässige, reproduzierbare Ergebnisse liefern. Die Akkreditierung ist ein zentrales Element der Qualitätssicherung –…Eine Akkreditierungsstelle ist eine unabhängige, staatlich anerkannte Organisation, die die fachliche Kompetenz von Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstellen bewertet und bestätigt. Sie stellt sicher, dass diese Stellen nach internationalen Normen wie ISO/IEC 17024 oder ISO/IEC 17020 arbeiten und zuverlässige, reproduzierbare Ergebnisse liefern. Die Akkreditierung ist ein zentrales Element der Qualitätssicherung – etwa in der Werkstoffprüfung, wo sie die Kompetenz von Laboren für zerstörungsfreie Prüfverfahren (z. B. nach DIN EN ISO 9712) bescheinigt.

Aktivierungsgutschein (AVGS)

Ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) ist eine kostenfreie staatliche Fördermaßnahme der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters. Er finanziert Maßnahmen wie ein berufliches Bewerbungs- oder Jobcoaching, die Heranführung an eine Selbstständigkeit oder die Vermittlung durch private Arbeitsvermittler. Ein Rechtsanspruch darauf besteht in der Regel nicht.

Anlassen

Das Anlassen dient in der Regel dem Abbau von Spannungen im Material, die z.B. beim Härten entstanden sind. Je höher die Temperatur beim Anlassen, desto weicher wird das Material wieder. In der Regel wird mit Temperaturen ab 200 °C gearbeitet, die Anlassdauer kann von Minuten bis zu Stunden dauern. Mitunter…Das Anlassen dient in der Regel dem Abbau von Spannungen im Material, die z.B. beim Härten entstanden sind. Je höher die Temperatur beim Anlassen, desto weicher wird das Material wieder. In der Regel wird mit Temperaturen ab 200 °C gearbeitet, die Anlassdauer kann von Minuten bis zu Stunden dauern. Mitunter wird das Anlassen auch zu dekorativen Zwecken durchgeführt („Bläuen“), die Anlassfarbe kann dabei Rückschlüsse auf die Temperatur erlauben.

AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung)

Die Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) bildet die rechtliche Grundlage für die Zulassung von Bildungsträgern und Arbeitsmarktdienstleistern in Deutschland. Eine Zulassung nach AZAV ist zwingend erforderlich, um Weiterbildungen, Coachings oder Vermittlungsleistungen über einen Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters abzurechnen.

B

Berufsanschlussfähige Teilqualifikation

Teilqualifikationen sind mehrmonatige Qualifikationseinheiten aus einem anerkannten Ausbildungsberuf. Die Summe aller Teilqualifikationen bildet den jeweiligen Beruf vollständig ab. Die Teilqualifikationen für einen Ausbildungsberuf sind so konzipiert, dass jede Teilqualifikation für sich eine berufliche Handlungsfähigkeit ermöglicht und die Integration in den ersten Arbeitsmarkt gewährleistet. Mit Teilqualifikationen soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt und…Teilqualifikationen sind mehrmonatige Qualifikationseinheiten aus einem anerkannten Ausbildungsberuf. Die Summe aller Teilqualifikationen bildet den jeweiligen Beruf vollständig ab. Die Teilqualifikationen für einen Ausbildungsberuf sind so konzipiert, dass jede Teilqualifikation für sich eine berufliche Handlungsfähigkeit ermöglicht und die Integration in den ersten Arbeitsmarkt gewährleistet. Mit Teilqualifikationen soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt und die Zahl geringqualifizierter Personen auf dem Arbeitsmarkt reduziert werden. Zudem sollen Berufsrückkehrer und Wiedereinsteiger in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Durch die „Modularisierung“ der Berufsausbildung ermöglichen Teilqualifikationen flexible Ein- und Ausstiege. Die Idee ist es, einerseits eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen und andererseits aus Motivationsgründen eine schrittweise Berufsausbildung zu ermöglichen. Werden alle Teilqualifizierungen eines Ausbildungsberufes durchlaufen, ist eine Zulassung zur IHK-Facharbeiterprüfung möglich. Die zertifizierten Teilqualifikationen des W.S. Werkstoff Service aus dem Berufsbild Werkstoffprüfer erfüllen die Anforderungen der Bundesagentur für Arbeit an berufsanschlussfähige Teilqualifizierungen. Mehr Informationen hier: https://www.werkstoff-service.de/trainingcenter/berufliche-teilqualifizierung/ 

Bildungsgutschein

Der Bildungsgutschein ist die Förderzusage für eine Weiterbildung oder Umschulung der Agentur für Arbeit oder des JobCenters. Er übernimmt die vollständigen Kosten für eine berufliche Weiterbildung, Umschulung oder das Nachholen eines Berufsabschlusses und dient somit der Beendigung oder Vermeidung von Arbeitslosigkeit.

D

Dampfsterilisatoren

Dampfsterilisatoren sind Geräte, die medizinische Instrumente, Laborutensilien oder Verpackungen durch gesättigten Wasserdampf unter Druck bei 121–134 °C sterilisieren. Der Prozess zerstört Bakterien, Viren und Sporen durch Denaturierung von Proteinen und DNA und ist damit die zuverlässigste Methode, um Keime abzutöten. Dies ist für Werkstoffprüfer relevant, wenn Materialien auf Biokompatibilität oder…Dampfsterilisatoren sind Geräte, die medizinische Instrumente, Laborutensilien oder Verpackungen durch gesättigten Wasserdampf unter Druck bei 121–134 °C sterilisieren. Der Prozess zerstört Bakterien, Viren und Sporen durch Denaturierung von Proteinen und DNA und ist damit die zuverlässigste Methode, um Keime abzutöten. Dies ist für Werkstoffprüfer relevant, wenn Materialien auf Biokompatibilität oder Resistenz gegen Desinfektionsmittel getestet werden.

DIN EN ISO 9712

Die DIN EN ISO 9712 ist die zentrale Norm für die Ausbildung in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung (ZfP). Sie legt die Schulungsinhalte, den Prüfungsablauf, die Voraussetzungen usw. für alle gängigen Verfahren fest. Die Norm regelt die Qualifizierungen, Qualifizierungsprüfungen und Zertifizierungen für verschiedene ZfP-Verfahren in drei Stufen: Stufe 1: Prüfer mit eingeschränkter…Die DIN EN ISO 9712 ist die zentrale Norm für die Ausbildung in der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung (ZfP). Sie legt die Schulungsinhalte, den Prüfungsablauf, die Voraussetzungen usw. für alle gängigen Verfahren fest. Die Norm regelt die Qualifizierungen, Qualifizierungsprüfungen und Zertifizierungen für verschiedene ZfP-Verfahren in drei Stufen: Stufe 1: Prüfer mit eingeschränkter Kompetenz. Stufe 2: Prüfer mit umfassender Kompetenz für die Erledigung einer Prüfaufgabe sowie Prüfaufsicht mit eingeschränkter Kompetenz für Prüfprozesse und Personal. Stufe 3: Prüfaufsicht mit umfassender Kompetenz für Prüfprozesse und Personal. Die Qualifizierung erfolgt dabei durch unabhängige Ausbildungsstätten, die typischerweise durch eine akkreditierte Personal-Zertifizierungsstelle überwacht werden.

Durchstrahlungsprüfung (RT, Röntgenprüfung)

Bei der Durchstrahlungsprüfung (RT, Radiographic Testing) werden Bauteile mit Röntgen- oder Gammastrahlen durchleuchtet, um innere Fehler wie Lunker, Poren, Risse oder Einschlüsse sichtbar zu machen. Es handelt sich um ein zerstörungsfreies Prüfverfahren. Dabei entsteht ein zweidimensionales Bild der inneren Struktur auf einem Detektor oder Film.

E

Eigenspannung

Eigenspannungen sind mechanische Spannungen, die in einem Körper ohne die unmittelbare Einwirkung äußerer Kräfte herrschen. Sie entstehen bei mechanischer Verformung, bei thermischen Prozessen oder durch Ungleichmäßigkeiten im Gefüge. Ungewollte Eigenspannungen, beispielsweise nach Schweißarbeiten, können zum Verzug von Bauteilen führen und müssen durch eine gezielte Wärmebehandlung ausgeglichen werden. An anderer Stelle…Eigenspannungen sind mechanische Spannungen, die in einem Körper ohne die unmittelbare Einwirkung äußerer Kräfte herrschen. Sie entstehen bei mechanischer Verformung, bei thermischen Prozessen oder durch Ungleichmäßigkeiten im Gefüge. Ungewollte Eigenspannungen, beispielsweise nach Schweißarbeiten, können zum Verzug von Bauteilen führen und müssen durch eine gezielte Wärmebehandlung ausgeglichen werden. An anderer Stelle werden Eigenspannungen hingegen gezielt genutzt, beispielsweise zur Erhöhung der Festigkeit von Oberflächen durch Kugelstrahlen. Die Messung von Eigenspannungen ist komplex und erfolgt unter anderem mit Ultraschall- oder Röntgenprüfungen.

Eindringprüfung (PT)

Die Eindringprüfung (PT, Penetrant Testing) ist ein Prüfverfahren für Oberflächen und dient dem Nachweis von Rissen oder Poren. Dabei wird mit einem farbigen Prüfmittel auf Öl- oder Wasserbasis gearbeitet, das durch Kapillarkräfte in die Risse hineingezogen wird. Nach einer Zwischenreinigung wird das Eindringmittel mit einem Entwickler mit noch höherer Kapillarwirkung…Die Eindringprüfung (PT, Penetrant Testing) ist ein Prüfverfahren für Oberflächen und dient dem Nachweis von Rissen oder Poren. Dabei wird mit einem farbigen Prüfmittel auf Öl- oder Wasserbasis gearbeitet, das durch Kapillarkräfte in die Risse hineingezogen wird. Nach einer Zwischenreinigung wird das Eindringmittel mit einem Entwickler mit noch höherer Kapillarwirkung absorbiert und die Fehler werden durch den Farbkontrast an der Oberfläche sichtbar.

EN 473

Die EN 473 war die Vorgängernorm der DIN EN ISO 9712 und wurde von dieser 2012/13 abgelöst.

Erfahrungszeitennachweis

Ein Erfahrungszeitennachweis in der Werkstoffprüfung, insbesondere für die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP), belegt die erforderliche industrielle Vorerfahrung, um ein Personenzertifikat gemäß der maßgeblichen Norm DIN EN ISO 9712 zu erlangen. Die erforderliche Dauer hängt stark vom jeweiligen Prüfverfahren sowie von der angestrebten Qualifikationsstufe (Stufe 1, 2 oder 3) ab.

Erneuerung

Die Erneuerung bezeichnet den Prozess, ein ablaufendes Zertifikat (z. B. nach DIN EN ISO 9712 oder AZAV) durch eine neue Gültigkeitsperiode zu verlängern. Dies setzt voraus, dass der Zertifikatsinhaber nachweist, dass er seine fachliche Kompetenz durch regelmäßige Praxis oder Fortbildungen aufrechterhält. Bei ZfP-Personal (z. B. Ultraschallprüfer Stufe 2) verlangt die…Die Erneuerung bezeichnet den Prozess, ein ablaufendes Zertifikat (z. B. nach DIN EN ISO 9712 oder AZAV) durch eine neue Gültigkeitsperiode zu verlängern. Dies setzt voraus, dass der Zertifikatsinhaber nachweist, dass er seine fachliche Kompetenz durch regelmäßige Praxis oder Fortbildungen aufrechterhält. Bei ZfP-Personal (z. B. Ultraschallprüfer Stufe 2) verlangt die Norm beispielsweise alle fünf Jahre eine erneute Zertifizierung, die einen Sehtest, den Nachweis von Erfahrungszeiten und gegebenenfalls eine Prüfung umfasst. Die Erneuerung gewährleistet, dass Fachkräfte stets auf dem aktuellen Stand der Technik arbeiten, und verhindert, dass veraltete Qualifikationen im Umlauf bleiben.

F

Festigkeit

Die Festigkeit ist ein Maß für die mechanische Belastbarkeit bzw. die maximale Spannung, die ein Material während einer Verformung widerstehen kann. Wird diese Grenze überschritten, so kommt es zum Versagen des Bauteils, häufig in Form einer dauerhaften Verformung oder eines Bruchs. Sogenannte „dauerfeste“ Bauteile können unter idealen Bedingungen und in…Die Festigkeit ist ein Maß für die mechanische Belastbarkeit bzw. die maximale Spannung, die ein Material während einer Verformung widerstehen kann. Wird diese Grenze überschritten, so kommt es zum Versagen des Bauteils, häufig in Form einer dauerhaften Verformung oder eines Bruchs. Sogenannte „dauerfeste“ Bauteile können unter idealen Bedingungen und in einem bestimmten Rahmen unendlich viele Belastungen ertragen.

Fluoreszenz

Fluoreszenz ist ein physikalisches Phänomen, bei dem ein Material Licht einer bestimmten Wellenlänge (Anregungslicht, z. B. UV-Licht) absorbiert und sofort Licht einer längeren Wellenlänge (meist sichtbares Licht) emittiert. In der Werkstoffprüfung wird dies beispielsweise bei der Eindringprüfung (PT) genutzt. Ein fluoreszierender Farbstoff dringt in Risse ein und die Defekte leuchten…Fluoreszenz ist ein physikalisches Phänomen, bei dem ein Material Licht einer bestimmten Wellenlänge (Anregungslicht, z. B. UV-Licht) absorbiert und sofort Licht einer längeren Wellenlänge (meist sichtbares Licht) emittiert. In der Werkstoffprüfung wird dies beispielsweise bei der Eindringprüfung (PT) genutzt. Ein fluoreszierender Farbstoff dringt in Risse ein und die Defekte leuchten unter UV-Licht hell auf.

Fortbildung

Fortbildung bezeichnet die kontinuierliche Weiterbildung von Fachkräften, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an technologische Entwicklungen anzupassen. In dynamischen Bereichen wie der Werkstofftechnik oder der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) ist sie unverzichtbar, beispielsweise in Form von Kursen zu neuen Normen (z. B. DIN EN ISO 9712:2026), Prüfverfahren (z. B. Phased-Array-Ultraschall) oder…Fortbildung bezeichnet die kontinuierliche Weiterbildung von Fachkräften, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an technologische Entwicklungen anzupassen. In dynamischen Bereichen wie der Werkstofftechnik oder der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) ist sie unverzichtbar, beispielsweise in Form von Kursen zu neuen Normen (z. B. DIN EN ISO 9712:2026), Prüfverfahren (z. B. Phased-Array-Ultraschall) oder digitalen Tools.

Fraktografie

Fraktografie ist die wissenschaftliche Analyse von Bruchflächen, um die Ursachen eines Materialversagens zu entschlüsseln. Sie kombiniert makroskopische Inspektionen (z. B. mit Stereomikroskopen) und mikroskopische Untersuchungen (z. B. Rasterelektronenmikroskopie, REM) mit werkstoffkundlichem Know-how. Das Ziel besteht darin, zwischen duktilem Bruch (z. B. durch Überlastung), sprödem Bruch (z. B. bei Keramik) und…Fraktografie ist die wissenschaftliche Analyse von Bruchflächen, um die Ursachen eines Materialversagens zu entschlüsseln. Sie kombiniert makroskopische Inspektionen (z. B. mit Stereomikroskopen) und mikroskopische Untersuchungen (z. B. Rasterelektronenmikroskopie, REM) mit werkstoffkundlichem Know-how. Das Ziel besteht darin, zwischen duktilem Bruch (z. B. durch Überlastung), sprödem Bruch (z. B. bei Keramik) und Ermüdungsbruch (durch zyklische Belastung) zu unterscheiden. Typische Merkmale sind Wabenstrukturen (duktil), Spaltflächen (spröde) oder Stufenmuster (Ermüdung).

G

Gefüge

Das Gefüge beschreibt den Aufbau und die Anordnung der Bestandteile eines Werkstoffs. Aufgrund der geringen Größe der Bestandteile, beispielsweise der Körner oder Korngrenzen, erfolgt die Betrachtung üblicherweise mit einem Mikroskop. Vor der Betrachtung wird eine Probe meist präpariert.

Glühen

Beim Glühen werden Bauteile gezielt auf bestimmte Temperaturen erwärmt und für bestimmte Zeiträume bei definierten Temperaturen gehalten. Anschließend werden sie kontrolliert abgekühlt. Zweck ist die Veränderung der Werkstoffeigenschaften, beispielsweise die Verringerung der Härte (Weichglühen), das Beseitigen von Eigenspannungen (Spannungsarmglühen) oder die Herstellung eines gleichmäßigen, feinen Gefüges (Normalglühen).

Gusseisen

Als Gusseisen werden Eisenwerkstoffe mit einem Kohlenstoffanteil von mehr als 2% bezeichnet. Gusseisen lässt sich sehr gut gießen, kann aber nicht geschmiedet werden und nur eingeschränkt mechanisch bearbeitet werden (abhängig von der Art des Gusseisens). Gusseisen ist gut wärmeleitend und hat dämpfende Eigenschaften.

H

Härten

Beim Härten wird in der Regel durch eine gezielte Wärmebehandlung die Widerstandsfähigkeit eines Bauteils gegen äußere Krafteinwirkung erhöht. In den meisten Fällen wird das Bauteil dabei so weit erwärmt, dass sich die innere Struktur umwandelt. Ferrit wird in Austenit umgewandelt, welches deutlich mehr Kohlenstoff aufnehmen kann. Anschließend wird das Bauteil…Beim Härten wird in der Regel durch eine gezielte Wärmebehandlung die Widerstandsfähigkeit eines Bauteils gegen äußere Krafteinwirkung erhöht. In den meisten Fällen wird das Bauteil dabei so weit erwärmt, dass sich die innere Struktur umwandelt. Ferrit wird in Austenit umgewandelt, welches deutlich mehr Kohlenstoff aufnehmen kann. Anschließend wird das Bauteil rasch abgekühlt (abgeschreckt), um eine Rückkehr zur vorherigen Struktur zu verhindern. Stattdessen entsteht durch den Kohlenstoff eine andere, härtere Struktur (zum Beispiel Martensit).

Härteprüfung

Die Härteprüfung dient der Messung der Härte, also der Widerstandsfähigkeit gegen äußere Krafteinwirkung, eines Materials. Dabei wird ein genormter, sehr harter Prüfkörper unter festgelegten Rahmenbedingungen (z. B. Vorkraft und Dauer) in das Bauteil gedrückt. Der verbleibende Eindruck wird vermessen und zu einem Härtewert umgerechnet. Je nach Material und Anwendung gibt…Die Härteprüfung dient der Messung der Härte, also der Widerstandsfähigkeit gegen äußere Krafteinwirkung, eines Materials. Dabei wird ein genormter, sehr harter Prüfkörper unter festgelegten Rahmenbedingungen (z. B. Vorkraft und Dauer) in das Bauteil gedrückt. Der verbleibende Eindruck wird vermessen und zu einem Härtewert umgerechnet. Je nach Material und Anwendung gibt es verschiedene Verfahren zur Härteprüfung, z. B. Rockwell, Brinell, Vickers und Knoop.

Hochtemperaturprüfung

Die Hochtemperaturprüfung untersucht das Verhalten von Materialien unter extremen thermischen Bedingungen – etwa in Gasturbinen, Ofenbau oder der Luftfahrt. Sie umfasst Zug-, Kriech-, Ermüdungs- und Oxidationsversuche bei Temperaturen bis zu 1500 °C und mehr. Ziel ist es, die Festigkeit, Zähigkeit und Langzeitstabilität unter realen Einsatzbedingungen zu bewerten.

Hysterese

Hysterese (griech. hysteros = „später“) bezeichnet ein Phänomen, bei dem der Zustand eines Materials nicht nur von aktuellen Einwirkungen, sondern auch von seiner Vorgeschichte abhängt. In der Werkstoffprüfung ist Hysterese relevant für: Mechanische Belastung: Ein Material verformt sich unter Last, kehrt aber nicht vollständig in den Ausgangszustand zurück (z. B.…Hysterese (griech. hysteros = „später“) bezeichnet ein Phänomen, bei dem der Zustand eines Materials nicht nur von aktuellen Einwirkungen, sondern auch von seiner Vorgeschichte abhängt. In der Werkstoffprüfung ist Hysterese relevant für: Mechanische Belastung: Ein Material verformt sich unter Last, kehrt aber nicht vollständig in den Ausgangszustand zurück (z. B. bei Formgedächtnislegierungen). Elastische Nachwirkung: Spannungen in Bauteilen klingen nur langsam ab. Dämpfungseigenschaften: Materialien wie Gummi dissipieren Energie durch Hysterese, was für Schwingungsdämpfer wichtig ist. Hysterese kann Ermüdung beschleunigen oder Energieverluste verursachen. Ihre Messung erfolgt z. B. über Spannungs-Dehnungs-Diagramme oder magnetische Hystereseschleifen. Für die Praxis bedeutet das: Bei zyklisch belasteten Bauteilen (z. B. Brücken, Turbinen) muss Hysterese in der Auslegungsphase berücksichtigt werden.

I

Inspektion

Eine Inspektion im Sinne der ISO/IEC 17020 ist die Untersuchung von Designs, Produkten oder Prozessen und die darauf basierende Entscheidung, ob diese mit spezifischen (Normen, Spezifikationen) oder allgemeinen (sachverständige Beurteilung) Anforderungen übereinstimmen.

Inspektionsstelle

Eine Inspektionsstelle ist eine unabhängige Organisation, die Produkte, Prozesse oder Systeme auf ihre Konformität mit Normen, Gesetzen oder Kundenvorgaben hin überprüft. Im Gegensatz zu reinen Prüflaboren führt sie auch Bewertungen, Audits und Zertifizierungen durch – etwa nach ISO/IEC 17020 oder DIN EN 1090 (Schweißkonstruktionen). Typische Aufgaben: Qualitätskontrolle in der Fertigung…Eine Inspektionsstelle ist eine unabhängige Organisation, die Produkte, Prozesse oder Systeme auf ihre Konformität mit Normen, Gesetzen oder Kundenvorgaben hin überprüft. Im Gegensatz zu reinen Prüflaboren führt sie auch Bewertungen, Audits und Zertifizierungen durch – etwa nach ISO/IEC 17020 oder DIN EN 1090 (Schweißkonstruktionen). Typische Aufgaben: Qualitätskontrolle in der Fertigung (z. B. Schweißnähte, Beschichtungen). Schadensanalysen nach Unfällen oder Materialversagen. Überwachung von Prozessen (z. B. Wärmebehandlung nach DIN EN ISO 9712). Inspektionsstellen arbeiten oft akkreditiert und müssen neutral, kompetent und vertraulich agieren. Für Unternehmen sind sie unverzichtbar, um Marktzulassungen zu erhalten, Haftungsrisiken zu minimieren und Qualitätsstandards nachzuweisen. In der Werkstoffprüfung sind sie z. B. für die Freigabe von Bauteilen in der Luftfahrt oder Energieerzeugung zuständig.

ISO/IEC 17020

Die ISO/IEC 17020 ist eine internationale Norm, die die Anforderungen an Inspektionsstellen definiert, also an Organisationen, die Produkte, Prozesse oder Systeme auf ihre Konformität mit Normen, Gesetzen oder Spezifikationen prüfen. Im Gegensatz zu Prüflaboren (nach ISO/IEC 17025) führen Inspektionsstellen auch Bewertungen, Audits und Zertifizierungen durch, etwa bei Schweißkonstruktionen (DIN EN…Die ISO/IEC 17020 ist eine internationale Norm, die die Anforderungen an Inspektionsstellen definiert, also an Organisationen, die Produkte, Prozesse oder Systeme auf ihre Konformität mit Normen, Gesetzen oder Spezifikationen prüfen. Im Gegensatz zu Prüflaboren (nach ISO/IEC 17025) führen Inspektionsstellen auch Bewertungen, Audits und Zertifizierungen durch, etwa bei Schweißkonstruktionen (DIN EN 1090), Druckgeräten oder Bauwerken. Die Norm verlangt Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Kompetenz, beispielsweise durch akkreditierte Inspektoren und dokumentierte Prozesse. Sie ist Grundlage für die Akkreditierung durch Stellen wie die DAkkS und gewährleistet, dass Inspektionen weltweit anerkannt werden.

ISO/IEC 17025

Die ISO/IEC 17025 ist die weltweit gültige Norm für Prüflaboratorien und legt fest, wie diese ihre technische Kompetenz und Qualitätssicherung nachweisen müssen. Sie ersetzt die frühere DIN EN ISO/IEC 17025 und gilt für alle Bereiche – von der chemischen Analytik bis zur Werkstoffprüfung. Akkreditierte Labore (z. B. nach DAkkS) dürfen…Die ISO/IEC 17025 ist die weltweit gültige Norm für Prüflaboratorien und legt fest, wie diese ihre technische Kompetenz und Qualitätssicherung nachweisen müssen. Sie ersetzt die frühere DIN EN ISO/IEC 17025 und gilt für alle Bereiche – von der chemischen Analytik bis zur Werkstoffprüfung. Akkreditierte Labore (z. B. nach DAkkS) dürfen offizielle Zertifikate ausstellen, die international anerkannt werden. Die Norm verlangt: Rückverfolgbarkeit von Messergebnissen (z. B. durch Kalibrierung nach DIN EN ISO 9001), Dokumentierte Verfahren für Prüfungen und Kalibrierungen, Qualifiziertes Personal und geeignete Räumlichkeiten, Unabhängigkeit von externen Einflüssen.

K

Kerbschlagarbeit

Die Kerbschlagarbeit ist ein Kennwert, der im Rahmen des Kerbschlagbiegeversuchs ermittelt wird und Rückschlüsse auf die Zähigkeit eines Materials bei bestimmten Rahmenbedingungen (z.B. Temperatur) erlaubt.

Kerbschlagbiegeversuch

Beim Kerbschlagbiegeversuch wird eine einseitig gekerbte Probe (in der Regel mit V- oder U-Kerb) mit hoher Geschwindigkeit verformt (geschlagen), um die Kerbschlagarbeit bzw. die Zähigkeit eines Materials u. a. in Abhängigkeit von der Temperatur zu bestimmen.

Konformitätsbewertung

Eine Konformitätsbewertung ist eine auf einer Prüfung, einem Audit, einer Inspektion usw. basierende Entscheidung, ob ein Produkt oder ein Prozess einer Norm, einer Spezifikation oder einer allgemeinen Anforderung entspricht.

Koordinatenmesstechnik

Die Koordinatenmesstechnik ist ein präzises 3D-Messverfahren, das mit Koordinatenmessgeräten (KMG) die geometrische Form von Bauteilen erfasst. Ein KMG tastet die Oberfläche mit einem Taster oder optischen Sensoren ab und ermittelt Millionen von Messpunkten, die zu einem digitalen Abbild der Geometrie verarbeitet werden. Die Technik wird eingesetzt für: Qualitätskontrolle in der…Die Koordinatenmesstechnik ist ein präzises 3D-Messverfahren, das mit Koordinatenmessgeräten (KMG) die geometrische Form von Bauteilen erfasst. Ein KMG tastet die Oberfläche mit einem Taster oder optischen Sensoren ab und ermittelt Millionen von Messpunkten, die zu einem digitalen Abbild der Geometrie verarbeitet werden. Die Technik wird eingesetzt für: Qualitätskontrolle in der Fertigung (z. B. Passgenauigkeit von Bohrungen), Vergleich mit CAD-Daten zur Abweichungsanalyse, Reverse Engineering (z. B. Nachbau von Prototypen). Für Werkstoffprüfer relevant, wenn es um die Prüfung von Bauteilgeometrien nach Wärmebehandlung oder Beschichtungen geht.

Korngrenzen

Korngrenzen sind die Grenzflächen zwischen einzelnen Kristalliten (Körnern) in polykristallinen Werkstoffen wie Metallen oder Keramiken. Sie entstehen beim Erstarren aus der Schmelze oder durch Rekristallisation und beeinflussen entscheidend die mechanischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften des Materials: Festigkeit: Korngrenzen wirken als Barriere für Versetzungen (Hall-Petch-Effekt) – je feiner das Gefüge, desto…Korngrenzen sind die Grenzflächen zwischen einzelnen Kristalliten (Körnern) in polykristallinen Werkstoffen wie Metallen oder Keramiken. Sie entstehen beim Erstarren aus der Schmelze oder durch Rekristallisation und beeinflussen entscheidend die mechanischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften des Materials: Festigkeit: Korngrenzen wirken als Barriere für Versetzungen (Hall-Petch-Effekt) – je feiner das Gefüge, desto höher die Festigkeit. Korrosionsbeständigkeit: An Korngrenzen sammeln sich oft Verunreinigungen oder segregierte Elemente (z. B. Chrom in Edelstahl), die zu interkristalliner Korrosion führen können. Diffusion: Korngrenzen beschleunigen den Materialtransport (z. B. bei Wärmebehandlung). In der Metallographie werden Korngrenzen durch Ätzen sichtbar gemacht und unter dem Mikroskop analysiert. Ihre Form, Größe und Verteilung geben Aufschluss über die Wärmegeschichte oder Verformungsprozesse des Werkstoffs.

Korrosionsschäden

Korrosionsschäden sind Materialveränderungen oder -zerstörungen, die durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit der Umgebung entstehen. Sie führen zu Funktionsverlust, Sicherheitsrisiken oder hohen Kosten – etwa in der Chemieindustrie, Offshore-Technik oder Medizintechnik. Typische Korrosionsarten: Gleichmäßige Korrosion (z. B. Rostbildung bei Stahl). Lochfraßkorrosion (lokalisierte Angriffe, z. B. bei Edelstahl in chloridhaltigen Medien).…Korrosionsschäden sind Materialveränderungen oder -zerstörungen, die durch chemische oder elektrochemische Reaktionen mit der Umgebung entstehen. Sie führen zu Funktionsverlust, Sicherheitsrisiken oder hohen Kosten – etwa in der Chemieindustrie, Offshore-Technik oder Medizintechnik. Typische Korrosionsarten: Gleichmäßige Korrosion (z. B. Rostbildung bei Stahl). Lochfraßkorrosion (lokalisierte Angriffe, z. B. bei Edelstahl in chloridhaltigen Medien). Spannungsrisskorrosion (Rissbildung durch kombinierte Wirkung von Zugspannung und korrosiver Umgebung). Interkristalline Korrosion (Angriff an Korngrenzen, z. B. bei sensibilisiertem Edelstahl). Mithilfe von mikroskopischen Untersuchungen, Spektrometrie und elektrochemischen Tests werden im Rahmen der Schadensanalyse die Ursachen identifiziert.

L

Legierung

Eine Legierung ist ein metallischer Werkstoff, der aus mindestens zwei verschiedenen Elementen besteht, von denen eines ein Metall ist. Durch Legieren können Materialien mit besonderen oder gewünschten Eigenschaften wie beispielsweise höherer Härte oder Korrosionsbeständigkeit entstehen. Bekannte Legierungen sind Bronze oder Edelstahl.

Lunker

Lunker sind Hohlräume oder Poren in Gussteilen, die durch Schrumpfung beim Erstarren der Schmelze entstehen. Sie schwächen die mechanischen Eigenschaften (z. B. Zugfestigkeit, Duktilität) und können zu Rissen oder Undichtigkeiten führen. Lunker entstehen, wenn: Die Schmelze zu schnell abkühlt und sich eine feste Schale bildet, bevor das Innere erstarrt, Gasblasen…Lunker sind Hohlräume oder Poren in Gussteilen, die durch Schrumpfung beim Erstarren der Schmelze entstehen. Sie schwächen die mechanischen Eigenschaften (z. B. Zugfestigkeit, Duktilität) und können zu Rissen oder Undichtigkeiten führen. Lunker entstehen, wenn: Die Schmelze zu schnell abkühlt und sich eine feste Schale bildet, bevor das Innere erstarrt, Gasblasen (z. B. durch unzureichende Entgasung) eingeschlossen werden, Speiser (Nachspeise-Systeme) nicht ausreichend Material nachliefern. In der Werkstoffprüfung werden Lunker durch Ultraschallprüfung (UT), Röntgenprüfung (RT) oder metallographische Schliffe nachgewiesen.

M

Magnetpulverprüfung (MT)

Die Magnetpulverprüfung (MT, Magnetic Particle Testing) dient ebenfalls dem Nachweis von Oberflächenfehlern, nutzt jedoch ein anderes Wirkprinzip und wird bei ferromagnetischen Bauteilen angewendet. Das Prüfstück wird durch Strom- oder Felddurchflutung magnetisiert. Anschließend wird ein Prüfmittel aufgetragen, das aus vorbehandelten Metallspänen in Suspension besteht. Liegt ein Oberflächenfehler vor, sammeln sich die…Die Magnetpulverprüfung (MT, Magnetic Particle Testing) dient ebenfalls dem Nachweis von Oberflächenfehlern, nutzt jedoch ein anderes Wirkprinzip und wird bei ferromagnetischen Bauteilen angewendet. Das Prüfstück wird durch Strom- oder Felddurchflutung magnetisiert. Anschließend wird ein Prüfmittel aufgetragen, das aus vorbehandelten Metallspänen in Suspension besteht. Liegt ein Oberflächenfehler vor, sammeln sich die Späne entlang des entstandenen magnetischen Streuflusses. Diese können mit UV-Lampen sichtbar gemacht werden. Im Vergleich zur Eindringprüfung (PT) erlaubt die MT-Prüfung eine präzisere Bestimmung von Fehlern, erfordert jedoch einen höheren technischen Aufwand.

Messunsicherheit

Der wahre Wert einer Messgröße (z.B. einer Länge) kann nicht ohne die Angabe der Messunsicherheit ermittelt werden. Alle an der Messung beteiligten Faktoren, Geräte usw. gehen als Komponenten in die Messunsicherheit ein. Diese gibt dann einen Wertebereich an, innerhalb dessen der wahre Wert der Messung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit liegt.

Metallographie

Die Metallographie ist die Wissenschaft und Technik der Untersuchung von Metallgefügen, also der Struktur, Zusammensetzung und Eigenschaften von Metallen und Legierungen. Sie kombiniert: Probenpräparation (Schleifen, Polieren, Ätzen). Mikroskopie (Lichtmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie, REM). Bildanalyse zur Bestimmung von Korngrößen, Phasenanteilen und Einschlüssen. Moderne Methoden wie die 3D-Mikroskopie oder die automatisierte Gefügeanalyse beschleunigen die…Die Metallographie ist die Wissenschaft und Technik der Untersuchung von Metallgefügen, also der Struktur, Zusammensetzung und Eigenschaften von Metallen und Legierungen. Sie kombiniert: Probenpräparation (Schleifen, Polieren, Ätzen). Mikroskopie (Lichtmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie, REM). Bildanalyse zur Bestimmung von Korngrößen, Phasenanteilen und Einschlüssen. Moderne Methoden wie die 3D-Mikroskopie oder die automatisierte Gefügeanalyse beschleunigen die Arbeit, doch das handwerkliche Geschick bei der Probenpräparation bleibt entscheidend.

Mikroanalytik

Die Mikroanalytik umfasst hochauflösende Analysemethoden, um die chemische Zusammensetzung, Struktur und Eigenschaften von Materialien auf mikroskopischer oder nanoskopischer Ebene zu untersuchen. Die Mikroanalytik ist unverzichtbar in der Materialforschung, Schadensanalyse und Qualitätskontrolle – etwa zur Aufklärung von Korrosionsursachen, Fremdeinschlüssen oder Wärmebehandlungsfehlern. Sie ermöglicht tiefgehende Einblicke, die mit klassischen Methoden wie Spektrometrie…Die Mikroanalytik umfasst hochauflösende Analysemethoden, um die chemische Zusammensetzung, Struktur und Eigenschaften von Materialien auf mikroskopischer oder nanoskopischer Ebene zu untersuchen. Die Mikroanalytik ist unverzichtbar in der Materialforschung, Schadensanalyse und Qualitätskontrolle – etwa zur Aufklärung von Korrosionsursachen, Fremdeinschlüssen oder Wärmebehandlungsfehlern. Sie ermöglicht tiefgehende Einblicke, die mit klassischen Methoden wie Spektrometrie oder Metallographie nicht möglich wären. Wichtige Verfahren sind: Rasterelektronenmikroskopie (REM) mit EDX (Energiedispersive Röntgenspektroskopie): Ermittelt Elementverteilung und morphologische Details bis in den Nanometerbereich. Elektronenstrahlmikroanalyse (EPMA): Präzise Bestimmung von Spurenelementen in Gefügen. Transmissionselektronenmikroskopie (TEM): Untersuchung von Kristallstrukturen und Defekten (z. B. Versetzungen). Röntgendiffraktometrie (XRD): Analyse von Phasenbestand und Spannungen in Kristallen.

O

Oberflächenprüfung

Die Oberflächenprüfung dient der Detektion von Fehlern an der Oberfläche von Bauteilen – etwa Risse, Poren oder Korrosionsstellen. Sie ist der erste Schritt in der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) und wird mit verschiedenen Verfahren durchgeführt: Eindringprüfung (PT): Farbige Prüfmittel dringen in Risse ein und werden durch Entwickler sichtbar gemacht. Magnetpulverprüfung (MT):…Die Oberflächenprüfung dient der Detektion von Fehlern an der Oberfläche von Bauteilen – etwa Risse, Poren oder Korrosionsstellen. Sie ist der erste Schritt in der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) und wird mit verschiedenen Verfahren durchgeführt: Eindringprüfung (PT): Farbige Prüfmittel dringen in Risse ein und werden durch Entwickler sichtbar gemacht. Magnetpulverprüfung (MT): Bei ferromagnetischen Werkstoffen sammeln sich Metallspäne an magnetischen Streufeldern über Fehlstellen. Sichtprüfung (VT): Optische Kontrolle mit Lupen, Endoskopen oder Kameras. Wirbelstromprüfung (ET): Induzierte Wirbelströme reagieren auf Oberflächenfehler.

Optische Emissionsspektrometrie (OES)

Die Optische Emissionsspektrometrie (OES) ist eine hochpräzise Methode zur elementaren Analyse von Metallen und Legierungen. Dabei wird eine Probe durch einen elektrischen Funken oder Lichtbogen angeregt, wodurch Atome Licht in charakteristischen Wellenlängen emittieren. Ein Spektrometer misst diese Emissionen und vergleicht sie mit Referenzdaten, sodass eine quantitative Zusammensetzung des Materials ermittelt…Die Optische Emissionsspektrometrie (OES) ist eine hochpräzise Methode zur elementaren Analyse von Metallen und Legierungen. Dabei wird eine Probe durch einen elektrischen Funken oder Lichtbogen angeregt, wodurch Atome Licht in charakteristischen Wellenlängen emittieren. Ein Spektrometer misst diese Emissionen und vergleicht sie mit Referenzdaten, sodass eine quantitative Zusammensetzung des Materials ermittelt werden kann. Moderne Geräte arbeiten mobil und liefern Ergebnisse in Sekunden. Die Methode ist zwar zerstörend, aber extrem genau und somit ideal für die Werkstoffidentifikation, die Legierungsentwicklung und die Prozessoptimierung.

P

Phased-Array-Ultraschall (PAUT)

Bei der Phased-Array-Prüfung handelt es sich um eine Anordnung mehrerer Ultraschall-Sender/Empfänger in einem sogenannten „Array“, auch Gruppenstrahlertechnik genannt. Diese können separat angesteuert werden und das Bauteil beispielsweise mit verschiedenen Winkeln durchschallen. Im Gegensatz zur konventionellen UT-Prüfung, bei der zur Auswertung nur eine relativ abstrakte Bildschirmdarstellung genutzt wird, kann die Phased-Array-Prüfung…Bei der Phased-Array-Prüfung handelt es sich um eine Anordnung mehrerer Ultraschall-Sender/Empfänger in einem sogenannten „Array“, auch Gruppenstrahlertechnik genannt. Diese können separat angesteuert werden und das Bauteil beispielsweise mit verschiedenen Winkeln durchschallen. Im Gegensatz zur konventionellen UT-Prüfung, bei der zur Auswertung nur eine relativ abstrakte Bildschirmdarstellung genutzt wird, kann die Phased-Array-Prüfung bildgebend arbeiten. Die Prüfenden erhalten ein dreidimensionales Abbild des Bauteils und der Anzeigen im Inneren.

Probe

Eine Probe ist ein repräsentatives Materialstück, das für Prüfungen entnommen wird, um Aussagen über das gesamte Bauteil oder Material zu treffen. Proben müssen homogen, frei von Verunreinigungen und richtig dimensioniert sein – sonst verfälschen sie Messergebnisse. Es gibt zwei Hauptarten: Zerstörende Proben (z. B. Zugproben, Kerbschlagproben) für mechanische Tests, Zerstörungsfreie…Eine Probe ist ein repräsentatives Materialstück, das für Prüfungen entnommen wird, um Aussagen über das gesamte Bauteil oder Material zu treffen. Proben müssen homogen, frei von Verunreinigungen und richtig dimensioniert sein – sonst verfälschen sie Messergebnisse. Es gibt zwei Hauptarten: Zerstörende Proben (z. B. Zugproben, Kerbschlagproben) für mechanische Tests, Zerstörungsfreie Proben (z. B. Schliffe für Metallographie) für Gefügeanalysen. Die Entnahme und Präparation folgt strengen Normen (z. B. DIN EN ISO 377 für Zugproben). Eine falsche Probe führt zu falschen Schlüssen – etwa bei der Freigabe von Chargen oder der Aufklärung von Schadensfällen.

Probenpräparation

Für die Untersuchung eines Materials, beispielsweise auf Gefügeeigenschaften, muss eine Probe in der Regel präpariert werden. Hierzu wird die Oberfläche mit immer feineren Körnungen geschliffen, oft unter gleichzeitiger Wasserkühlung, um eine unbeabsichtigte Wärmebehandlung zu vermeiden. Anschließend wird die Probe poliert. Bei sehr kleinen Teilen erfolgt zudem eine Einbettung in Kunstharz…Für die Untersuchung eines Materials, beispielsweise auf Gefügeeigenschaften, muss eine Probe in der Regel präpariert werden. Hierzu wird die Oberfläche mit immer feineren Körnungen geschliffen, oft unter gleichzeitiger Wasserkühlung, um eine unbeabsichtigte Wärmebehandlung zu vermeiden. Anschließend wird die Probe poliert. Bei sehr kleinen Teilen erfolgt zudem eine Einbettung in Kunstharz oder Polymer, um die Probe besser handhaben zu können.

Prüfanweisung

Eine Prüfanweisung ist eine dokumentierte Arbeitsvorschrift, die Ablauf, Parameter und Kriterien für eine Prüfung festlegt. Sie ist Pflichtbestandteil nach ISO/IEC 17025 und ISO 9001 und sichert Reproduzierbarkeit, Transparenz und Rechtssicherheit. Prüfanweisungen werden von akkreditierten Laboren oder Zertifizierungsstellen erstellt und sind bindend für Prüfer. Sie verhindern Fehlerquellen und ermöglichen vergleichbare Ergebnisse…Eine Prüfanweisung ist eine dokumentierte Arbeitsvorschrift, die Ablauf, Parameter und Kriterien für eine Prüfung festlegt. Sie ist Pflichtbestandteil nach ISO/IEC 17025 und ISO 9001 und sichert Reproduzierbarkeit, Transparenz und Rechtssicherheit. Prüfanweisungen werden von akkreditierten Laboren oder Zertifizierungsstellen erstellt und sind bindend für Prüfer. Sie verhindern Fehlerquellen und ermöglichen vergleichbare Ergebnisse – etwa bei Abnahmeprüfungen oder Schadensgutachten. Eine typische Prüfanweisung enthält: Prüfziel (z. B. „Nachweis von Rissen in Schweißnaht“), Anwendbares Verfahren (z. B. „DIN EN ISO 17635 für ZfP“), Geräte- und Materialanforderungen (z. B. „Ultraschallgerät mit 2 MHz-Sonde“), Schritt-für-Schritt-Anleitung, Akzeptanzkriterien (z. B. „Keine Anzeigen > 2 mm“).

Prüfgerät

Ein Prüfgerät ist ein technisches Messinstrument, das für die Durchführung von Prüfungen nach genormten Verfahren eingesetzt wird. Es muss kalibriert, normkonform (z. B. nach DIN EN ISO 9712) und für den Einsatzzweck geeignet sein. Prüfgeräte unterliegen regelmäßiger Wartung und Kalibrierung (z. B. nach DIN EN ISO 17025), um Messunsicherheiten zu…Ein Prüfgerät ist ein technisches Messinstrument, das für die Durchführung von Prüfungen nach genormten Verfahren eingesetzt wird. Es muss kalibriert, normkonform (z. B. nach DIN EN ISO 9712) und für den Einsatzzweck geeignet sein. Prüfgeräte unterliegen regelmäßiger Wartung und Kalibrierung (z. B. nach DIN EN ISO 17025), um Messunsicherheiten zu minimieren. Falsch eingestellte oder defekte Geräte führen zu falschen Ergebnissen.

Prüflabor

Ein Prüflabor ist eine akkreditierte Einrichtung, die Materialprüfungen, Analysen und Zertifizierungen nach internationalen Normen durchführt – etwa nach ISO/IEC 17025 oder DIN EN ISO 9001. Es bietet technische Ausstattung, qualifiziertes Personal und dokumentierte Prozesse, um verlässliche Ergebnisse zu liefern. Typische Aufgaben: Zerstörende Prüfungen (Zugversuche, Härteprüfungen), Zerstörungsfreie Prüfungen (UT, RT, PT,…Ein Prüflabor ist eine akkreditierte Einrichtung, die Materialprüfungen, Analysen und Zertifizierungen nach internationalen Normen durchführt – etwa nach ISO/IEC 17025 oder DIN EN ISO 9001. Es bietet technische Ausstattung, qualifiziertes Personal und dokumentierte Prozesse, um verlässliche Ergebnisse zu liefern. Typische Aufgaben: Zerstörende Prüfungen (Zugversuche, Härteprüfungen), Zerstörungsfreie Prüfungen (UT, RT, PT, MT), Chemische Analysen (Spektrometrie, OES, RFA), Metallographische Untersuchungen (Schliffpräparation, Mikroskopie), Schadensanalysen (Bruchanalysen, Korrosionsuntersuchungen). Akkreditierte Labore wie unseres dürfen offizielle Zertifikate ausstellen, die international anerkannt werden. Für Unternehmen sind sie unverzichtbar für Marktzulassungen, Qualitätsmanagement und Haftungsfragen – etwa in der Luftfahrt, Automobilindustrie oder Medizintechnik.

Prüfwerker nach DIN 54161

Diese Norm legt die Schulung und Prüfung von Personal für die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) unterhalb der Stufe 1 nach ISO 9712 fest. Sie definiert die Zugangsvoraussetzungen, den Inhalt, den Umfang und den Ablauf der Qualifizierung und Qualifizierungsprüfung zum Prüfwerker. Die Qualifizierung zum Prüfwerker ist deutlich kürzer als die Qualifizierung nach…Diese Norm legt die Schulung und Prüfung von Personal für die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) unterhalb der Stufe 1 nach ISO 9712 fest. Sie definiert die Zugangsvoraussetzungen, den Inhalt, den Umfang und den Ablauf der Qualifizierung und Qualifizierungsprüfung zum Prüfwerker. Die Qualifizierung zum Prüfwerker ist deutlich kürzer als die Qualifizierung nach ISO 9712 und umfasst unter anderem: Verfahrens- und gerätetechnische Grundlagen. Handhabung von Prüfgeräten und Zubehör. Prüfung nach Prüfanweisung mit voreingestellten Geräten. Erkennung und Protokollierung von Anzeigen. Die Norm DIN 54161 gestattet es zudem, weit flexibler auf unternehmensspezifische Qualifizierungsinhalte einzugehen als bei der deutlich stärker formalisierten Ausbildung nach ISO 9712.

Q

Qualifizierung

Als Qualifizierung wird eine umfangreiche, mehrmonatige berufliche Weiterbildung bezeichnet, die mit ihren Inhalten und ihrer Dauer deutlich über einzelne Kurse oder Seminare hinausgeht, aber kürzer ist als eine Umschulung.

R

Radsatzwellen

Radsatzwellen sind hochbelastete Komponenten im Schienenverkehr, die Räder und Antriebswellen von Lokomotiven, Triebzügen oder Güterwagen verbinden. Sie bestehen meist aus hochfesten Vergütungsstählen (z. B. 34CrNiMo6) und müssen extremen dynamischen Belastungen standhalten – etwa durch Torsion, Biegung und Vibrationen. Prüfanforderungen: Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP): Ultraschallprüfung (UT) zur Detektion von Innenfehlern (Lunker, Risse),…Radsatzwellen sind hochbelastete Komponenten im Schienenverkehr, die Räder und Antriebswellen von Lokomotiven, Triebzügen oder Güterwagen verbinden. Sie bestehen meist aus hochfesten Vergütungsstählen (z. B. 34CrNiMo6) und müssen extremen dynamischen Belastungen standhalten – etwa durch Torsion, Biegung und Vibrationen. Prüfanforderungen: Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP): Ultraschallprüfung (UT) zur Detektion von Innenfehlern (Lunker, Risse), Magnetpulverprüfung (MT) für Oberflächenrisse, Sichtprüfung (VT) auf Korrosion oder mechanische Beschädigungen. Zerstörende Prüfungen (ZP): Ermüdungsversuche zur Bestimmung der Betriebsfestigkeit, Zug- und Kerbschlagversuche für Materialeigenschaften. Radsatzwellen unterliegen strengen Zulassungsvorschriften (z. B. DIN EN 13261) und werden regelmäßig geprüft, um Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Rasterelektronenmikroskop (REM)

Das Rasterelektronenmikroskop (REM) ist ein hochauflösendes Mikroskop, das Oberflächenstrukturen und Gefüge von Materialien bis in den Nanometerbereich sichtbar macht. Im Gegensatz zum Lichtmikroskop nutzt es einen fokussierten Elektronenstrahl, der die Probe abrastert. Ein REM ist unverzichtbar in der Materialforschung, Schadensanalyse und Qualitätskontrolle, beispielsweise bei Metallen, Keramiken oder Polymeren.

Referenzkörper

Ein Referenzkörper ist ein kalibriertes Vergleichsobjekt zur Überprüfung, Justierung oder Kalibrierung von Prüfgeräten und -verfahren. Er gewährleistet, dass Messergebnisse rückverfolgbar, reproduzierbar und normkonform sind. Referenzkörper werden von akkreditierten Stellen zertifiziert und müssen regelmäßig erneuert werden. Sie sind Grundlage für vertrauenswürdige Prüfberichte und verhindern Messfehler – etwa bei der Freigabe von…Ein Referenzkörper ist ein kalibriertes Vergleichsobjekt zur Überprüfung, Justierung oder Kalibrierung von Prüfgeräten und -verfahren. Er gewährleistet, dass Messergebnisse rückverfolgbar, reproduzierbar und normkonform sind. Referenzkörper werden von akkreditierten Stellen zertifiziert und müssen regelmäßig erneuert werden. Sie sind Grundlage für vertrauenswürdige Prüfberichte und verhindern Messfehler – etwa bei der Freigabe von Schweißkonstruktionen oder Materialchargen.

Rekristallisation

Die Rekristallisation ist ein thermisch aktivierter Prozess, bei dem ein verformtes Metallgefüge durch Neubildung von Kristallen umstrukturiert wird. Sie tritt auf, wenn ein Material über eine bestimmte Temperatur (Rekristallisationstemperatur) erwärmt wird die meist 30–50 % der Schmelztemperatur beträgt. Für Werkstoffprüfer ist sie relevant bei der Analyse von Wärmebehandlungsfehlern oder der…Die Rekristallisation ist ein thermisch aktivierter Prozess, bei dem ein verformtes Metallgefüge durch Neubildung von Kristallen umstrukturiert wird. Sie tritt auf, wenn ein Material über eine bestimmte Temperatur (Rekristallisationstemperatur) erwärmt wird die meist 30–50 % der Schmelztemperatur beträgt. Für Werkstoffprüfer ist sie relevant bei der Analyse von Wärmebehandlungsfehlern oder der Optimierung von Fertigungsprozessen.

Rezertifizierung

Bei der Rezertifizierung wird ein ablaufendes Zertifikat (z. B. nach DIN EN ISO 9712, AZAV oder ISO/IEC 17025) durch eine neue Gültigkeitsperiode verlängert. Dadurch wird sichergestellt, dass der Zertifikatsinhaber fachlich auf dem aktuellen Stand bleibt und praktische Erfahrung nachweist. Rezertifizierungen erfolgen alle fünf Jahre und sind Pflicht für: ZfP-Personal (Stufen…Bei der Rezertifizierung wird ein ablaufendes Zertifikat (z. B. nach DIN EN ISO 9712, AZAV oder ISO/IEC 17025) durch eine neue Gültigkeitsperiode verlängert. Dadurch wird sichergestellt, dass der Zertifikatsinhaber fachlich auf dem aktuellen Stand bleibt und praktische Erfahrung nachweist. Rezertifizierungen erfolgen alle fünf Jahre und sind Pflicht für: ZfP-Personal (Stufen 1–3 nach DIN EN ISO 9712), Laborleiter (nach ISO/IEC 17025), Fachkräfte in der Weiterbildung (z. B. AZAV-zertifizierte Trainer).

Röntgen-Fluoreszenz-Analyse (RFA)

Die Röntgen-Fluoreszenz-Analyse (RFA) ist eine zerstörungsfreie spektroskopische Methode zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung von Materialien. Sie funktioniert nach dem Prinzip: Anregung: Eine Röntgenröhre bestrahlt die Probe mit hochenergetischer Strahlung. Emission: Atome in der Probe werden angeregt und senden charakteristische Röntgenstrahlung aus. Detektion: Ein Detektor misst die Energie und Intensität der…Die Röntgen-Fluoreszenz-Analyse (RFA) ist eine zerstörungsfreie spektroskopische Methode zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung von Materialien. Sie funktioniert nach dem Prinzip: Anregung: Eine Röntgenröhre bestrahlt die Probe mit hochenergetischer Strahlung. Emission: Atome in der Probe werden angeregt und senden charakteristische Röntgenstrahlung aus. Detektion: Ein Detektor misst die Energie und Intensität der emittierten Strahlung und vergleicht sie mit Referenzdaten. Die Methode ist genauer als OES für leichte Elemente (z. B. Kohlenstoff, Sauerstoff) und komplementär zu anderen Analysetechniken.

S

Schadensanalyse

Eine Schadensanalyse im Sinne der ISO/IEC 17020 ist die systematische Untersuchung eines ausgefallenen oder beschädigten Bauteils, um die Ursache des Versagens zu ermitteln. Sie werden von akkreditierten Inspektionsstellen oder Schadensgutachtern durchgeführt und liefern rechtssichere Gutachten für Versicherungen oder Gerichte. Die Fragestellung für diese Inspektion lautet nicht „Ist dieses Produkt konform…Eine Schadensanalyse im Sinne der ISO/IEC 17020 ist die systematische Untersuchung eines ausgefallenen oder beschädigten Bauteils, um die Ursache des Versagens zu ermitteln. Sie werden von akkreditierten Inspektionsstellen oder Schadensgutachtern durchgeführt und liefern rechtssichere Gutachten für Versicherungen oder Gerichte. Die Fragestellung für diese Inspektion lautet nicht „Ist dieses Produkt konform mit einer Anforderung?“, sondern „Warum ist das Produkt nicht konform mit einer Anforderung? Wie ist der Fehler bzw. Mangel, der zur Nichtkonformität führte, entstanden?” Unsere DAkkS-Akkreditierung gewährleistet die höchste Qualität unserer Konformitätsbewertungen, Inspektionstätigkeiten und Schadensanalysen. Profitieren Sie von der Erfahrung und der fachlichen Kompetenz der Sachverständigen unserer Inspektionsstelle sowie unserer Ingenieure.

Schweißnahtprüfung

Die Schweißnahtprüfung ist ein zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung in der Metallverarbeitung. Sie stellt sicher, dass Schweißverbindungen fehlerfrei und belastbar sind. Sie erfolgt nach DIN EN ISO 17635–17640 und umfasst: Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP): Sichtprüfung (VT) auf Poren, Einbrandkerben oder Überlappungen, Magnetpulverprüfung (MT) für Risse in ferromagnetischen Werkstoffen, Eindringprüfung (PT) bei nichtmagnetischen…Die Schweißnahtprüfung ist ein zentraler Bestandteil der Qualitätssicherung in der Metallverarbeitung. Sie stellt sicher, dass Schweißverbindungen fehlerfrei und belastbar sind. Sie erfolgt nach DIN EN ISO 17635–17640 und umfasst: Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP): Sichtprüfung (VT) auf Poren, Einbrandkerben oder Überlappungen, Magnetpulverprüfung (MT) für Risse in ferromagnetischen Werkstoffen, Eindringprüfung (PT) bei nichtmagnetischen Metallen, Ultraschallprüfung (UT) zur Detektion von Innenrissen oder Bindefehlern, Durchstrahlungsprüfung (RT) für volumetrische Fehler (z. B. Schlackeeinschlüsse) Zerstörende Prüfung (ZP): Zugversuch zur Bestimmung der Festigkeit, Kerbschlagbiegeversuch für die Zähigkeit, Metallographie zur Analyse des Gefüges (z. B. Martensitbildung).

Sichtprüfung (VT)

Bei der Sichtprüfung (VT, Visual Testing) werden Bauteile auf Oberflächenfehler optisch/visuell kontrolliert. In der Regel ist die VT der erste Schritt im Rahmen der zerstörungsfreien Prüfung, da auf diese Weise mit vergleichsweise geringem Aufwand Fehler gefunden und Entscheidungen zur Qualität getroffen werden können. Mögliche Hilfsmittel sind u.a. Lupen, Endoskope, Videoskope…Bei der Sichtprüfung (VT, Visual Testing) werden Bauteile auf Oberflächenfehler optisch/visuell kontrolliert. In der Regel ist die VT der erste Schritt im Rahmen der zerstörungsfreien Prüfung, da auf diese Weise mit vergleichsweise geringem Aufwand Fehler gefunden und Entscheidungen zur Qualität getroffen werden können. Mögliche Hilfsmittel sind u.a. Lupen, Endoskope, Videoskope und Kameras.

Spektralanalyse

Die Spektralanalyse ist eine analytische Methode zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung eines Materials durch die Messung seines Spektrums (Licht- oder Röntgenstrahlung). Sie nutzt das Prinzip, dass jedes Element charakteristische Wellenlängen absorbiert oder emittiert. Es gibt zwei Hauptverfahren: Optische Emissionsspektrometrie (OES) und Röntgen-Fluoreszenz-Analyse (RFA).

Spektrometrie

Die Spektrometrie dient dem Nachweis der Zusammensetzung eines Materials durch die Auswertung dessen Spektrums. Dieses wird entweder durch Emission oder Absorption aufgenommen. In der Werkstoffprüfung findet die optische Emissionsspektrometrie (OES) häufige Anwendung. Dabei wird ein Material abgefunkt und die Strahlung der angeregten Atome gemessen. Eine weitere häufige Anwendung ist die…Die Spektrometrie dient dem Nachweis der Zusammensetzung eines Materials durch die Auswertung dessen Spektrums. Dieses wird entweder durch Emission oder Absorption aufgenommen. In der Werkstoffprüfung findet die optische Emissionsspektrometrie (OES) häufige Anwendung. Dabei wird ein Material abgefunkt und die Strahlung der angeregten Atome gemessen. Eine weitere häufige Anwendung ist die Röntgen-Fluoreszenz-Analyse (RFA), bei der die Probe durch Röntgenstrahlung angeregt wird.

Stahl

Stähle sind Werkstoffe, die zum überwiegenden Teil aus Eisen mit einem Kohlenstoffanteil von maximal 2% bestehen. Stahl kann vergleichsweise einfach umgeformt, bearbeitet und wiederverwertet werden, ist günstig und in großen Mengen verfügbar. Stähle sind deswegen seit geraumer Zeit Standardwerkstoffe in verschiedensten Zweigen der Industrie.

Strahlenschutz

Strahlenschutz umfasst alle Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Umwelt vor ionisierender Strahlung (z. B. Röntgen-, Gammastrahlung, Neutronen). Er ist gesetzlich geregelt (z. B. Strahlenschutzgesetz (StrlSchG), Röntgenverordnung (RöV)). Verletzungen der Vorschriften können zu gesundheitlichen Schäden (z. B. Strahlenkrankheit) und rechtlichen Konsequenzen führen.

Streckgrenze

Die Streckgrenze beschreibt die maximale Spannung, bis zu der ein Werkstoff elastisch verformbar ist, d.h. anschließend wieder in seinen Ausgangszustand zurückkehrt. Darüber hinaus findet eine dauerhafte plastische Verformung statt.

U

Ultraschallprüfung (UT)

Bei der Ultraschallprüfung (UT, Ultrasonic Testing) handelt es sich um ein Prüfverfahren, mit dem sich Fehler im Inneren von Bauteilen (zum Beispiel Lunker, Einschlüsse oder tiefe Risse) aufspüren lassen. Ein Prüfkopf leitet einen hochfrequenten Schallimpuls in das Bauteil. Abhängig von der Geometrie des Bauteils und der Lage möglicher Fehler wird…Bei der Ultraschallprüfung (UT, Ultrasonic Testing) handelt es sich um ein Prüfverfahren, mit dem sich Fehler im Inneren von Bauteilen (zum Beispiel Lunker, Einschlüsse oder tiefe Risse) aufspüren lassen. Ein Prüfkopf leitet einen hochfrequenten Schallimpuls in das Bauteil. Abhängig von der Geometrie des Bauteils und der Lage möglicher Fehler wird das Schall-Echo bzw. dessen Ausbleiben ausgewertet, um Rückschlüsse auf mögliche Fehler zu ziehen. Die Auswertung erfolgt während des Prüfens auf Basis der Anzeige am Prüfgerät.

Umschulung

Eine Umschulung ist gemäß § 1 Abs. 5 Berufsbildungsgesetz eine Berufsbildung, die zu einer anderen beruflichen Tätigkeit befähigen soll. Die Industrie- und Handelskammern (IHK) stellen die Eignung von Ausbildungsstätten zur Durchführung von Umschulungen fest, überwachen diese Ausbildungsstätten und sind für die Durchführung der Facharbeiterprüfungen verantwortlich. Der W.S. Werkstoff Service wurde…Eine Umschulung ist gemäß § 1 Abs. 5 Berufsbildungsgesetz eine Berufsbildung, die zu einer anderen beruflichen Tätigkeit befähigen soll. Die Industrie- und Handelskammern (IHK) stellen die Eignung von Ausbildungsstätten zur Durchführung von Umschulungen fest, überwachen diese Ausbildungsstätten und sind für die Durchführung der Facharbeiterprüfungen verantwortlich. Der W.S. Werkstoff Service wurde von der IHK zu Essen als geeignet für die Durchführung einer Umschulung für das Berufsbild des Werkstoffprüfers bestätigt. Weitere Informationen unter https://www.werkstoff-service.de/trainingcenter/berufliche-neuorientierung/umschulung-werkstoffprueferin/.

V

Vergüten

Das Vergüten von Stahl ist eine spezielle Wärmebehandlung, die aus den beiden Schritten Härten und Anlassen besteht. Beim Vergüten werden den Versetzungen ganz gezielt Hindernisse in den Weg gelegt, sodass ihre Beweglichkeit stark eingeschränkt ist (hohe Festigkeit), sie aber nicht völlig unmöglich wird (gute Zähigkeit).

Verschleißschäden

Verschleißschäden entstehen durch fortschreitenden Materialabtrag oder Oberflächenveränderungen an Bauteilen, die durch Reibung, Korrosion oder abrasive Partikel verursacht werden. Sie können zu Funktionsverlust, Undichtigkeiten oder Bruch führen. Typische Verschleißmechanismen: Adhäsiver Verschleiß: Materialübertragung zwischen zwei Oberflächen (z. B. bei Lagern oder Zahnrädern), Abrasiver Verschleiß: Materialabtrag durch harte Partikel (z. B. in Förderanlagen…Verschleißschäden entstehen durch fortschreitenden Materialabtrag oder Oberflächenveränderungen an Bauteilen, die durch Reibung, Korrosion oder abrasive Partikel verursacht werden. Sie können zu Funktionsverlust, Undichtigkeiten oder Bruch führen. Typische Verschleißmechanismen: Adhäsiver Verschleiß: Materialübertragung zwischen zwei Oberflächen (z. B. bei Lagern oder Zahnrädern), Abrasiver Verschleiß: Materialabtrag durch harte Partikel (z. B. in Förderanlagen oder Pumpen), Erosiver Verschleiß: Materialabtrag durch strömende Medien (z. B. in Rohrleitungen oder Turbinenschaufeln), Korrosiver Verschleiß: Kombination aus Korrosion und mechanischer Belastung (z. B. Spaltkorrosion in Schweißnähten).

W

Wärmebehandlung

Die Wärmebehandlung ist ein Teilbereich der Werkstofftechnik. Darunter versteht man den gezielten Einsatz von Wärme (ggf. in Kombination mit Krafteinwirkung oder chemischen Prozessen), um die Eigenschaften eines Materials zu verändern. Häufig wird dabei nur die Oberfläche eines Teils verändert (z. B. durch gezielte Härtung), mitunter wird aber auch das gesamte…Die Wärmebehandlung ist ein Teilbereich der Werkstofftechnik. Darunter versteht man den gezielten Einsatz von Wärme (ggf. in Kombination mit Krafteinwirkung oder chemischen Prozessen), um die Eigenschaften eines Materials zu verändern. Häufig wird dabei nur die Oberfläche eines Teils verändert (z. B. durch gezielte Härtung), mitunter wird aber auch das gesamte Objekt behandelt.

Wasserstrahlschneiden

Wasserstrahlschneiden ist ein präzises Trennverfahren, bei dem ein ultrahochdruck-Wasserstrahl (bis 6.000 bar) Materialien schneidet – ohne thermische Beeinflussung. Es gibt zwei Varianten: Abrasiv-Wasserstrahlschneiden (mit Zusatz von Granatsand oder Korund): Für harte Materialien wie Stahl, Titan, Keramik oder Verbundwerkstoffe, Schnittbreite: 0,5–2 mm, Schnittgeschwindigkeit: Bis zu 10 m/min (abhängig von Materialdicke). Reines…Wasserstrahlschneiden ist ein präzises Trennverfahren, bei dem ein ultrahochdruck-Wasserstrahl (bis 6.000 bar) Materialien schneidet – ohne thermische Beeinflussung. Es gibt zwei Varianten: Abrasiv-Wasserstrahlschneiden (mit Zusatz von Granatsand oder Korund): Für harte Materialien wie Stahl, Titan, Keramik oder Verbundwerkstoffe, Schnittbreite: 0,5–2 mm, Schnittgeschwindigkeit: Bis zu 10 m/min (abhängig von Materialdicke). Reines Wasserstrahlschneiden: Für weiche Materialien wie Gummi, Kunststoffe oder Lebensmittel, Schnittbreite: 0,1–0,5 mm, Oberflächenqualität: Ra ≤ 2,5 µm. Für Werkstoffprüfer ist Wasserstrahlschneiden ein wichtiges Verfahren zur Probenpräparation – etwa für Metallschliffe oder Keramikproben.

Weiterbildung

Weiterbildung bezeichnet berufliche Qualifizierungsmaßnahmen, die über die Grundausbildung hinausgehen und der Aktualisierung, Vertiefung oder Erweiterung von Fachwissen dienen. Sie ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit von Fachkräften und Unternehmen. Weiterbildung sichert: Fachliche Aktualität (z. B. neue Normen wie DIN 27201-7), Karrierechancen (höhere Qualifikationen = bessere Jobs), Unternehmenskompetenz (z. B. akkreditierte Prüflabore),…Weiterbildung bezeichnet berufliche Qualifizierungsmaßnahmen, die über die Grundausbildung hinausgehen und der Aktualisierung, Vertiefung oder Erweiterung von Fachwissen dienen. Sie ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit von Fachkräften und Unternehmen. Weiterbildung sichert: Fachliche Aktualität (z. B. neue Normen wie DIN 27201-7), Karrierechancen (höhere Qualifikationen = bessere Jobs), Unternehmenskompetenz (z. B. akkreditierte Prüflabore), Arbeitssicherheit (z. B. Strahlenschutzunterweisungen).

Werkstoff

Ein Werkstoff ist ein natürlicher oder künstlich hergestellter Stoff, der aufgrund seiner physikalischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften für technische Anwendungen geeignet ist. Werkstoffe werden nach Struktur und Funktion klassifiziert: Metalle (z. B. Stahl, Aluminium, Titan): Eigenschaften: Hohe Festigkeit, Duktilität, elektrische Leitfähigkeit, Anwendungen: Maschinenbau, Luftfahrt, Bauwesen. Kunststoffe (z. B. Polyethylen, Polyamid):…Ein Werkstoff ist ein natürlicher oder künstlich hergestellter Stoff, der aufgrund seiner physikalischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften für technische Anwendungen geeignet ist. Werkstoffe werden nach Struktur und Funktion klassifiziert: Metalle (z. B. Stahl, Aluminium, Titan): Eigenschaften: Hohe Festigkeit, Duktilität, elektrische Leitfähigkeit, Anwendungen: Maschinenbau, Luftfahrt, Bauwesen. Kunststoffe (z. B. Polyethylen, Polyamid): Eigenschaften: Leicht, korrosionsbeständig, isolierend, Anwendungen: Verpackungen, Elektronik, Medizintechnik. Keramiken (z. B. Aluminiumoxid, Siliziumcarbid): Eigenschaften: Hitzebeständig, hart, spröde, Anwendungen: Schneidwerkzeuge, Isolatoren, Implantate. Verbundwerkstoffe (z. B. CFK, GFK): Eigenschaften: Kombination aus zwei oder mehr Werkstoffen (z. B. Kohlenstofffaser + Epoxidharz), Anwendungen: Luftfahrt, Automobilbau, Sportgeräte. Naturstoffe (z. B. Holz, Kork): Eigenschaften: Nachwachsend, leicht, aber begrenzt belastbar, Anwendungen: Möbelbau, Dämmmaterialien.

Werkstoffkunde

Werkstoffkunde (auch Materialwissenschaft) ist die Wissenschaft und Technik, die sich mit der Entwicklung, Herstellung, Prüfung und Anwendung von Werkstoffen beschäftigt. Sie verbindet Physik, Chemie, Ingenieurwesen und Informatik und ist Grundlage für fast alle technischen Disziplinen. Die Kernbereiche sind: Werkstoffaufbau: Atomare Struktur (Kristallgitter, Bindungstypen), Gefüge (Korngröße, Phasen, Einschlüsse), Defekte (Versetzungen, Leerstellen).…Werkstoffkunde (auch Materialwissenschaft) ist die Wissenschaft und Technik, die sich mit der Entwicklung, Herstellung, Prüfung und Anwendung von Werkstoffen beschäftigt. Sie verbindet Physik, Chemie, Ingenieurwesen und Informatik und ist Grundlage für fast alle technischen Disziplinen. Die Kernbereiche sind: Werkstoffaufbau: Atomare Struktur (Kristallgitter, Bindungstypen), Gefüge (Korngröße, Phasen, Einschlüsse), Defekte (Versetzungen, Leerstellen). Werkstoffeigenschaften: Mechanische Eigenschaften (Festigkeit, Zähigkeit, Härte), Thermische Eigenschaften (Wärmeleitfähigkeit, Schmelzpunkt), Chemische Eigenschaften (Korrosionsbeständigkeit, Reaktivität), Elektrische/Magnetische Eigenschaften (Leitfähigkeit, Permeabilität). Werkstoffverarbeitung: Urformen (Gießen, Sintern), Umformen (Walzen, Schmieden), Trennen (Schneiden, Schleifen), Fügen (Schweißen, Löten), Beschichten (Galvanisieren, PVD). Werkstoffprüfung: Zerstörende Prüfung (Zugversuch, Härteprüfung), Zerstörungsfreie Prüfung (UT, RT, PT), Metallographie (Schliffpräparation, Mikroskopie). Werkstoffanwendung: • Bauteilauslegung (FEM-Analysen), • Schadensanalyse (Bruchursachen), • Nachhaltigkeit (Recycling, Lebenszyklusanalyse).

Werkstoffprüfer

Werkstoffprüfer sind in allen Industriebereichen tätig, vor allem im Maschinen- und Anlagenbau – überall dort, wo Materialien geprüft, freigegeben und bewertet werden müssen. Die Arbeit ist technisch geprägt, aber nicht körperlich anstrengend. Der Beruf wird in vier verschiedenen Fachrichtungen Metalltechnik, Systemtechnik, Wärmebehandlungstechnik sind in Wärmebehandlungsbetrieben, wie beispielsweise Härtereien, tätig und…Werkstoffprüfer sind in allen Industriebereichen tätig, vor allem im Maschinen- und Anlagenbau – überall dort, wo Materialien geprüft, freigegeben und bewertet werden müssen. Die Arbeit ist technisch geprägt, aber nicht körperlich anstrengend. Der Beruf wird in vier verschiedenen Fachrichtungen Metalltechnik, Systemtechnik, Wärmebehandlungstechnik sind in Wärmebehandlungsbetrieben, wie beispielsweise Härtereien, tätig und verfügen über vertiefte Kenntnisse und Kunststofftechnik.

Werkstoffprüfung

Die Werkstoff- bzw. Materialprüfung sind Teilbereiche der Werkstofftechnik. Die Werkstoffprüfung ist ein Verfahren der mechanisch-technologischen Prüfung, also der zerstörenden Prüfungen (ZP), zu denen beispielsweise der Zugversuch oder der Kerbschlagbiegeversuch gehören. Die Materialprüfung (Systemtechnik) ist ein Verfahren der zerstörungsfreien Prüfungen (ZfP), zum Beispiel Ultraschall. Die Werkstoffprüfung befasst sich mit der Qualitätssicherung…Die Werkstoff- bzw. Materialprüfung sind Teilbereiche der Werkstofftechnik. Die Werkstoffprüfung ist ein Verfahren der mechanisch-technologischen Prüfung, also der zerstörenden Prüfungen (ZP), zu denen beispielsweise der Zugversuch oder der Kerbschlagbiegeversuch gehören. Die Materialprüfung (Systemtechnik) ist ein Verfahren der zerstörungsfreien Prüfungen (ZfP), zum Beispiel Ultraschall. Die Werkstoffprüfung befasst sich mit der Qualitätssicherung verschiedener Materialien, vor allem von Metallen. Dabei stellt sich die Frage: Ist ein Material fehlerfrei – kann es weiterverarbeitet, verkauft oder weiter betrieben werden? Um dies zu klären, muss zunächst das vorliegende Material bestimmt und dessen Eigenschaften oder Belastungsgrenzen ermittelt werden.

Werkstofftechnik

Der Begriff Werkstofftechnik bezeichnet die Beschäftigung mit der Entwicklung, Verarbeitung, Prüfung und dem Einsatz von Werkstoffen sowie den dazugehörenden Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren. Dazu gehören auch die Material- bzw. Werkstoffprüfung und die Wärmebehandlung.

Wirbelstromprüfung (ET)

Die Wirbelstromprüfung (ET, Eddy Current Testing) ist ein präzises Verfahren zur Oberflächenprüfung. Über eine mit Wechselstrom durchflossene Prüfspule wird ein Wechselfeld erzeugt. Dieses Wechselfeld induziert im Bauteil einen Wirbelstrom, der wiederum ein Wechselfeld erzeugt. Über die Wechselwirkung der Felder können Risse und andere Oberflächenfehler ermittelt werden.

Z

Zähigkeit

Zähigkeit ist ein Maß für die Widerstandsfähigkeit eines Werkstoffs gegen Brüche oder Rissbildung. Zähe Werkstoffe – darunter viele Metalle – sind in der Regel sowohl fest als auch formbar. Im Gegensatz dazu sind beispielsweise Keramiken oder gehärtete Stähle spröde und wenig zäh.

Zerstörende Prüfung (ZP)

Die zerstörende Prüfung (ZP) dient der Ermittlung von Materialeigenschaften und Belastungsgrenzen. Dabei stellt man sich die Frage, welches Material vorliegt, welche Eigenschaften es hat und wie es beispielsweise in Konstruktionen genutzt werden kann. Typische Arbeitsplätze sind Prüflabore oder die Qualitätsstelle eines Metallunternehmens oder Maschinenbauers.

Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP)

Die Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP, engl. Non-Destructive Testing, NDT) umfasst Prüfverfahren, die Materialien und Bauteile ohne Beschädigung auf Fehler, Abmessungen oder Eigenschaften untersuchen. Sie ist Pflicht in sicherheitskritischen Branchen wie Luftfahrt (DIN EN 4179), Energieerzeugung (DIN EN 12952) oder Schienenverkehr (DIN 27201). Wichtige Verfahren: Sichtprüfung (VT) nach DIN EN 13018: Oberflächenfehler,…Die Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP, engl. Non-Destructive Testing, NDT) umfasst Prüfverfahren, die Materialien und Bauteile ohne Beschädigung auf Fehler, Abmessungen oder Eigenschaften untersuchen. Sie ist Pflicht in sicherheitskritischen Branchen wie Luftfahrt (DIN EN 4179), Energieerzeugung (DIN EN 12952) oder Schienenverkehr (DIN 27201). Wichtige Verfahren: Sichtprüfung (VT) nach DIN EN 13018: Oberflächenfehler, Schweißnähte Eindringprüfung (PT) nach DIN EN ISO 3452: Risse, Poren in Metallen/Kunststoffen Magnetpulverprüfung (MT) nach DIN EN ISO 9934: Oberflächenrisse in ferromagnetischen Werkstoffen Ultraschallprüfung (UT) nach DIN EN ISO 16810: Innenfehler (Risse, Lunker), Wanddickenmessung Durchstrahlungsprüfung (RT) nach DIN EN ISO 17636: Volumenfehler (Schlacke, Poren), Schweißnahtprüfung Wirbelstromprüfung (ET) nach DIN EN ISO 15548: Oberflächenrisse, Schichtdickenmessung Thermographie (TT) nach  DIN EN 16714: Delaminationen, Korrosion Für Werkstoffprüfer ist ZfP ein zentrales Arbeitsfeld – mit hoher Nachfrage und internationalen Zertifizierungsmöglichkeiten (z. B. nach DIN EN ISO 9712).

Zertifizierung

Eine Zertifizierung ist der formelle Nachweis durch eine unabhängige, meist akkreditierte Stelle, dass Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Systeme oder Personen festgelegte Anforderungen, Normen (zum Beispiel ISO-Normen) oder Standards erfüllen. Sie dient als objektiver Qualitätsnachweis, schafft Vertrauen und bescheinigt Konformität. Die Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9712 bezeichnet den Nachweis der fachlichen…Eine Zertifizierung ist der formelle Nachweis durch eine unabhängige, meist akkreditierte Stelle, dass Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Systeme oder Personen festgelegte Anforderungen, Normen (zum Beispiel ISO-Normen) oder Standards erfüllen. Sie dient als objektiver Qualitätsnachweis, schafft Vertrauen und bescheinigt Konformität. Die Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9712 bezeichnet den Nachweis der fachlichen Routine für qualifiziertes Prüfpersonal. Je nach Verfahren und Stufe müssen zwischen einem und 18 Monaten praktische Erfahrung nachgewiesen werden, um ein Zertifikat beantragen zu dürfen. Zertifikate sind fünf Jahre lang gültig und müssen anschließend erneuert bzw. alle zehn Jahre rezertifiziert werden.

ZfP-Kompetenzstelle (DIN 27201-7)

Die ZfP-Kompetenzstelle nach DIN 27201-7 ist eine spezialisierte Einrichtung, die Kompetenznachweise für Personal in der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) ausstellt – insbesondere für den Schienenfahrzeugbau. Die Norm definiert: Anforderungen an ZfP-Personal (z. B. Schweißnahtprüfer, Ultraschallprüfer), Qualifizierungsstufen (ähnlich DIN EN ISO 9712, aber branchenspezifisch), Prüfungsinhalte (theoretisch und praktisch), Gültigkeitsdauer und Rezertifizierung. Ziele:…Die ZfP-Kompetenzstelle nach DIN 27201-7 ist eine spezialisierte Einrichtung, die Kompetenznachweise für Personal in der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) ausstellt – insbesondere für den Schienenfahrzeugbau. Die Norm definiert: Anforderungen an ZfP-Personal (z. B. Schweißnahtprüfer, Ultraschallprüfer), Qualifizierungsstufen (ähnlich DIN EN ISO 9712, aber branchenspezifisch), Prüfungsinhalte (theoretisch und praktisch), Gültigkeitsdauer und Rezertifizierung. Ziele: Sicherstellung der Prüfqualität in der Schienenfahrzeugindustrie, Harmonisierung der ZfP-Standards in Europa, Nachweis der Fachkompetenz für Betreiber und Aufsichtsbehörden. Die ZfP-Kompetenzstelle arbeitet eng mit Eisenbahn-Cert (ECM) und Zertifizierungsstellen wie der DAkkS zusammen. Für Werkstoffprüfer im Bahnsektor ist eine Zertifizierung nach DIN 27201-7 oft Pflicht – etwa für die Prüfung von Radsatzwellen, Schweißkonstruktionen oder Bremsanlagen. Die Norm ergänzt damit DIN EN ISO 9712 um schienenfahrzeugspezifische Anforderungen.

Zugfestigkeit

Die Zugfestigkeit (Rm) bezeichnet die maximale Zugspannung, die ein Werkstoff aushält. Sie wird im genormten Zugversuch ermittelt, bei dem eine Probe bis zum Riss auseinandergezogen wird (zerstörende Prüfung). Dieser Wert ist von zentraler Bedeutung für die Materialprüfung, da er die Belastbarkeit von Metallen und Kunststoffen bewertet.

Zugversuch

Bei einem Zugversuch wird eine Flach- oder Rundprobe unter hoher Kraft auseinandergezogen, während die entstehende Kraft und die Ausdehnung des Materials fortlaufend gemessen werden. Das Ergebnis ist in der Regel ein Spannungs-Dehnungs-Diagramm. Aus dem Verhalten der Probe während des Versuchs lassen sich Rückschlüsse auf die Streckgrenze, die Zugfestigkeit und die…Bei einem Zugversuch wird eine Flach- oder Rundprobe unter hoher Kraft auseinandergezogen, während die entstehende Kraft und die Ausdehnung des Materials fortlaufend gemessen werden. Das Ergebnis ist in der Regel ein Spannungs-Dehnungs-Diagramm. Aus dem Verhalten der Probe während des Versuchs lassen sich Rückschlüsse auf die Streckgrenze, die Zugfestigkeit und die Bruchdehnung ziehen. Somit ist unter anderem eine Einordnung der Festigkeit und Elastizität möglich.

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