Branchentreff Dresden: W.S. Werkstoff Service bei Schienenfahrzeugtagung

Vom 4. bis 6. März 2026 fand die 21. Schienenfahrzeugtagung im Internationalen Congress Center Dresden (ICD) statt. Veranstalter waren die Fakultät Maschinenbau der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, die Technische Universität Dresden (Fakultäten Maschinenwesen und Verkehrswissenschaften „Friedrich List“) sowie die DVV Media Group GmbH | Eurailpress Hamburg.
Rund 580 Teilnehmende und 19 Aussteller aus Industrie, Forschung und Verkehrswirtschaft nutzten die Plattform für einen intensiven fachlichen und persönlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen im Personen- und Güterverkehr.
Die Tagung mit begleitender Fachausstellung zählt zu den bedeutendsten internationalen Fachtagungen im Bereich des Eisenbahnsektors. Für Dr. Ingo Poschmann, Geschäftsführer der W.S. Werkstoff Service GmbH, ist die Teilnahme längst gelebte Tradition. „Ich habe an der RadSchiene schon teilgenommen, bevor ich unser Unternehmen 2007 gegründet habe. Umso mehr freue ich mich, jedes Jahr wieder nach Dresden zu kommen – hier trifft sich die Branche, und der Austausch ist immer besonders wertvoll“, sagt Dr. Poschmann.
Vortrag des W.S. Werkstoff Service
Der W.S. Werkstoff Service war auch in diesem Jahr fachlich präsent. Dr. Ingo Poschmann gestaltete am Freitag den abschließenden Beitrag der Tagessektion „Rad/Schiene und deren Zusammenwirken“. Unter dem Titel „Thermische Ermüdung von Eisenbahnrädern – Eine einfache Geometrie, aber ein komplexer Schadensmechanismus“ beleuchtete er Schadensfälle an klotzgebremsten Güterwagen-Eisenbahnrädern.
Ausgangspunkt war der politisch gewünschte Wechsel von Grauguss-Bremssohlen (GG) zu LL-Kunststoffsohlen („Low Noise“, „Low Friction“) vor etwas mehr als zehn Jahren. „Die Umrüstung hat das Ziel erreicht, die Lärmemissionen im Schienengüterverkehr deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig zeigt die Praxis jedoch, dass LL-Sohlen die Räder thermisch stärker beanspruchen. Die höheren Radtemperaturen können zu thermischen Spannungen führen – und in seltenen Fällen mit Rissen oder im Extremfall Radbrüchen als mögliche Folge“, erläutert Dr. Poschmann.
In seinen Ausführungen bezog er zudem Erkenntnisse aus einem Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) ein. Dieser untersucht das Ereignis im August 2023 im Gotthard-Basistunnel, bei dem es bei einem Güterzug von DB Cargo und SBB Cargo zu einem Radbruch kam.
Fachausstellung: Technik zum Anfassen
Parallel zur Tagung präsentierten Entwickler, Hersteller und Betreiber von Schienenfahrzeugen sowie Komponentenhersteller ihre Produkte und Dienstleistungen in der begleitenden Fachausstellung. Im Fokus standen Lösungen zur Prüfung und Überwachung sicherheitsrelevanter Bauteile wie Räder, Wellen und komplette Radsätze ebenso wie Systeme zur Zustandsüberwachung von Infrastrukturkomponenten, etwa Gleisen und Oberleitungen.
Am Stand des W.S. Werkstoff Service informierte Michael Unger über das Leistungsspektrum des Unternehmens in den Bereichen Werkstoffprüfung, Schadensanalyse und Bauteilbewertung im Eisenbahnsektor. Im Gespräch den mit Fachbesuchern standen insbesondere Fragen zur Phased-Array-Prüfung an Radsatzwellen und Rädern (WS3) sowie zur Eigenspannungsmessung an Vollrädern (ResiduStress) im Mittelpunkt.
Auch Unger schätzt die besondere Atmosphäre der Veranstaltung: „Nach vielen Jahren kennt man zahlreiche Kollegen aus der Branche. Die Tagung ist für mich immer eine gute Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Impulse aus Forschung und Praxis mitzunehmen.“
W.S. Werkstoff Service – Kompetenz im Eisenbahnwesen
Ob Schadensanalyse an einer Eisenbahnkomponente oder zerstörungsfreie Prüfungen an einem Schienenfahrzeug: Unsere Experten des W.S. RailwayCenters unterstützen Betreiber, Hersteller und Instandhalter bei Fragen der Qualitätssicherung, Werkstoff- und Bauteilprüfung sowie bei Zulassungen im Eisenbahnsektor.
Weitere Informationen finden Sie auf https://www.werkstoff-service.de/railwaycenter/.



